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SILVESTER: Nur der «Frauenfurz» darf ins Land

Für die Einfuhr von Feuerwerk aus dem Ausland gibt es Bestimmungen. Wer diese verletzt, kann angezeigt werden. In der Ostschweiz gibt es aber immer weniger Fälle.

Für Liebhaber von Feuerwerk geht der Stress nach Weihnachten weiter: Für Silvester beschaffen sie in diesen Tagen Böller, Knaller und Raketen. In der Ostschweiz lockt dafür das nahe Ausland. Beim Kauf von Feuerwerk in Deutschland oder Österreich ist jedoch Vorsicht geboten. Nicht alles, was im Ausland erhältlich ist, darf über die Grenze.

«Grundsätzlich gilt, alles, was auch in der Schweiz erhältlich ist, darf eingeführt werden», sagt Martin Tschirren, Dienstchef Aufgabenvollzug und Mediensprecher der Grenzwachtregion III. Unterschiede zwischen den Ländern gebe es vor allem bei Feuerwerk, das am Boden explodiert, also «allem, was ange­zündet und dann weggeworfen wird». In die Schweiz darf von dieser Art Feuerwerk nichts, was grösser ist als ein «Frauenfurz», also länger als 22 Millimeter und dicker als drei Millimeter. Sogenannte Knallteufel dürfen zudem nur ein maximales Satzgewicht von 2,5 Milligramm aufweisen. «Wer bei einer Grenzkontrolle mit Feuerwerk dieser Art erwischt wird, das grösser oder schwerer ist, wird mit 100 Franken gebüsst, die Ware wird beschlagnahmt», sagt Tschirren. Hat jemand mehr als ein Kilogramm der verbotenen Böller dabei, droht zudem eine Anzeige bei der kantonalen Staatsanwaltschaft. Anders ist es bei Feuerwerk, das in der Luft explodiert, also Ra­keten und Knallkörper, die in die Höhe steigen. «Diese dürfen grösser sein», sagt Tschirren. Dort müssten die Käufer, entsprechend der Kategorie des Feuerwerks, alt genug sein. Zudem sei für F4, die grösste ­Kategorie, in der Schweiz eine Lizenz nötig. «Auch das kontrollieren wir.» Insgesamt darf eine Person maximal 2,5 Kilogramm Feuerwerk über die Grenze bringen. «Wer ohne Fedpol-Bewilligung mehr mitführt und erwischt wird, bezahlt 200 Franken Busse, das Feuerwerk wird eingezogen.» Habe jemand mehr als zehn Kilogramm dabei, gebe es ebenfalls eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Tschirren rät: «Wer Feuerwerk dabei hat, meldet sich vor dem Grenzübertritt am besten beim Zollpersonal.»

Martin Rechsteiner

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