Silber an CH-Meisterschaft

Im Sprint-OL bestätigte Monika Ammann als Zweite ihre Qualitäten in dieser Disziplin.

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Joela Vogel: Medaille an der Schweizer Meisterschaft knapp verpasst. (Bild: pd)

Joela Vogel: Medaille an der Schweizer Meisterschaft knapp verpasst. (Bild: pd)

ORIENTIERUNGSLAUF. Im letzten Jahr war die OL-Gruppe St. Gallen/Appenzell an den Schweizer Meisterschaften im Sprint-OL klar der erfolgreichste Verein. Vier von elf Auszeichnungen hatten damals Rheintaler Vertreter gewinnen können. Auch in diesem Jahr wollten sie in Delsberg bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitreden.

In der Kernzone des jurassischen Hauptorts mit der Altstadt hatte noch nie eine OL-Veranstaltung stattgefunden.

Die meisten Teilnehmer waren schon am Vortag angereist und hatten im benachbarten Bassecourt bei misslichem Wetter am nationalen Mitteldistanz-OL teilgenommen. Beim Sprint-OL war es hingegen weitgehend trocken. Joela Vogel musste früh starten und setzte mit der vorläufig drittbesten Laufzeit einen Glanzpunkt. Erst am Schluss wurde sie noch von einem Podestplatz verdrängt. Die 14-jährige Widnauerin ist aber sehr gut in den Herbst gestartet. Am Vortag war sie bereits Fünfte geworden. Am vorangehenden Wochenende hatte sie beim nationalen Lauf auf der Melchsee-Frutt den vierten Rang belegt.

Auf der kurzen Herrenstrecke hatten die Wälter-Zwillinge im letzten Jahr Silber und Bronze gewonnen. Jonas war damals drei Sekunden schneller als Raphael. Raphael legte einen Blitzstart hin, machte aber beim achten von 16 Posten einen zeitraubenden Fehler. Nach zwei weiteren Unsicherheiten war ein Spitzenplatz nicht mehr möglich.

Jonas war nur wenig langsamer, dafür konstanter. Aber auch er machte gegen Schluss einen Bogen zu viel. Auch ihm blieb als Vierter nur die lederne Medaille. Der Widnauer Jonas Vogel kam ebenfalls nicht fehlerfrei über die knapp drei Kilometer lange Strecke. Mit rund einer Minute Rückstand wurde er Siebter und klassierte sich zwischen den beiden Brüdern.

Zum Favoritenkreis der Kategorie D50 gehörte Monika Ammann. Seit 2008 hat die Berneckerin nur einmal das Podest verpasst. Nach den ersten sechs Posten war sie noch die Schnellste. Wie sich später im Vergleich mit den anderen herausstellte, wählte sie dann zweimal die langsamere Route. Schlimmer war hingegen, dass sie plötzlich vor einem Zaun stand, den sie nicht überqueren durfte. Sie musste umkehren. Diesen Zeitverlust konnte sie trotz Bestzeit auf dem letzten Streckendrittel nicht mehr aufholen. Mit dem zweiten Rang war sie trotzdem sehr zufrieden – umso mehr, als gleich das ganze Podest von Mitgliedern ihres Vereins besetzt werden konnte. (ma)