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Sieben Tore und eine Irisme-Show

Der FC Widnau gewinnt das Heimspiel gegen Seuzach mit 4:3 (1:1). Widnau war insgesamt die bessere Mannschaft, wobei Seuzach ebenfalls ein gutes Spiel zeigte. Zum Matchwinner avancierte der dreifache Torschütze Sahin Irisme.
Remo Zollinger
Auf Sahin Irisme konnte sich der FC Widnau gestern verlassen – der Stürmer schoss drei Tore und war damit massgeblich am 4:3-Sieg gegen Seuzach beteiligt. (Bild: Remo Zollinger)

Auf Sahin Irisme konnte sich der FC Widnau gestern verlassen – der Stürmer schoss drei Tore und war damit massgeblich am 4:3-Sieg gegen Seuzach beteiligt. (Bild: Remo Zollinger)

Beim Vergleich zwischen den Tabellennachbarn aus Widnau und Seuzach kamen die Zuschauer auf ihre Kosten: Sie sahen ein kurzweiliges Spiel mit sieben teilweise herrlichen Toren sowie eine dramatische Schlussphase, in der Widnau das Spiel dank eines Elfmeters für sich entscheiden konnte. Widnau verdiente den Sieg, bestätigte aber den Trend, den die Rankovic-Elf schon die ganze Saison begleitet: Die Widnauer Offensive gehört zu den stärksten der ganzen Liga, während die Defensive oft löchrig ist. Auch gegen Seuzach kam deswegen unnötige Spannung auf, bei den Gegentoren erweckte die Widnauer Hintermannschaft keinen sattelfesten Eindruck.

Drei Tore durch Irisme

Dies fällt aber nicht zu stark ins Gewicht, da Sahin Irisme das Spiel mit seinen drei Toren quasi im Alleingang entschied. Es stand 2:1 für Seuzach, als der Stürmer mit einem steilen Ball lanciert wurde. Irisme lief seinen Gegenspielern davon und traf mit einem wuchtigen Schuss in die kurze Ecke zum Ausgleich. Beinahe eine Kopie davon war sein zweites Tor, als er erneut vom Mittelfeld auf die Reise geschickt wurde. Diesmal war der Winkel spitzer, dennoch traf Irisme erneut: Mit einem feinen Lobball überwand er den gegnerischen Torwart und brachte Widnau mit 3:2 in Führung. Weil die Gastgeber in dieser Phase dominant auftraten und zwischen den beiden Toren mit Dominik Nüesch weitere zwei Chancen vergaben, dachten viele der 350 Zuschauer schon an die Entscheidung – diese fiel aber erst später.

Denn Seuzach bewies nach dem Rückstand eine tolle Moral und kämpfte sich zurück in die Partie: Kradolfer spielte Patrick Widmer steil an, und dieser krönte seine starke Leistung mit dem 3:3 aus spitzem Winkel. Widnau bewies dann aber den grösseren Siegeswillen als die Winterthurer und kam drei Minuten vor Spielende zu einem Handspenalty, der zumindest umstritten war, da der Arm des Seuzachers klar am Körper angelegt war. Irisme brauchte dies nicht zu kümmern, souverän verwandelte er den Elfmeter zum 4:3. Dabei blieb es, obwohl die Zuschauer nochmals Nerven brauchten, da Seuzach noch einige vielversprechende Angriffe fuhr. Eingebracht haben diese aber nichts.

Unentschieden zur Pause

In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, sowohl was Tore wie auch was Chancen anbelangt. Mehr Pech hatte Seuzach zu beklagen, trafen mit Fischer und Oergel doch gleich zwei ihrer Akteure das Aluminium. In Führung ging Widnau, als Sonderegger in der 36. Minute mit einem herrlichen Freistoss aus 25 Metern ins Schwarze traf. Nur drei Minuten später fiel aber der Ausgleich, als Fischer einen Fehlgriff von Frei zum 1:1 ausnutzte. Ebendieser Fischer machte 23 Sekunden nach dem Seitenwechsel die gesamte Pausenansprache von Rankovic hinfällig, als er völlig unbewacht zur Seuzacher Führung einköpfen konnte – eine Führung, die danach durch die Irisme-Show in einen Widnauer Sieg umgewandelt wurde.

Mister 50 Prozent

Mit dem zweiten Saisonsieg klettert Widnau wieder auf den sechsten Platz in der 2. Liga inter, Gruppe 6. In den ersten fünf Saisonspielen haben die Widnauer nun schon 16 Tore erzielt, die allerdings nur für sieben Punkte reichen. Bisher hat nur Chur dieselbe Torausbeute vorzuweisen, wobei die Bündner dafür gar nur vier Spiele benötigt haben. Allein Sahin Irisme steuerte die Hälfte aller bisherigen Widnauer Tore bei – er war schon achtmal erfolgreich.

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