Sie rettete einem jungen Ringer das Leben: Rheintalerin wird ausgezeichnet

Ruth Bischofberger aus Oberriet ist «Samariterin des Jahres».

Ralph Dietsche
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Ruth Bischofberger, Samariterin des Jahres.

Ruth Bischofberger, Samariterin des Jahres.

Bild: radi

Der Samariterverband St.Gallen-Fürstentum Liechtenstein hat am Samstag den Titel «Samariter des Jahres» verliehen. Gewonnen hat ihn die langjährige Samariterin Ruth Bischofberger aus Oberriet. Sie ist seit 21 Jahren Vereinspräsidentin, seit mehr als 40 Jahren Samariterlehrerin und hat alleine letztes Jahr gegen die 100 Stunden Sanitätsdienst geleistet.

Sie rettete einem jungen Ringer das Leben

In seiner Laudatio lobte der St.Galler Nationalrat Mike Egger die Verdienste von Ruth Bischofberger: «Ausschlaggebend für den Sieg war für die Jury das Leben, das sie einem jungen Ringer an einem Sportanlass zusammen mit zwei Helfern gerettet hat. Genau für solche Situationen üben die Samariter unzählige Stunden. Wie sich in diesem konkreten Fall zeigt, hat sich das Trainieren gelohnt.» Nebst Bischofberger waren mit Regina Krohn (Bronschhofen), Margrit Zürcher (Ebnat-Kappel), Daniel Beck (Triesenberg) und Roland Wetli (Au-Heerbrugg) vier weitere Samariter für den Titel nominiert.

Für Ruth Bischofberger scheint 2020 ein Glücksjahr zu sein. Erst vor wenigen Tagen – am 20. Februar – hat die Samariterin ihren langjährigen Vereinskollegen und Lebenspartner Peter Hutter geheiratet und jetzt wurde ihr Einsatz für das Samariterwesen mit der Trophäe gekrönt. «Die Nomination hat mich überrascht und sehr gefreut. Ich hätte aber nie gedacht, dass ich den Titel sogar gewinne», sagt die gerührte «Samariterin des Jahres».

Gleichzeitig erwähnt sie, dass sie den Titel auch allen anderen Anwärtern gegönnt hätte: «Auch sie haben für das Samariterwesen Grossartiges geleistet.» Bei der Titel- Vergabe gehe es in erster Linie darum, die Samaritertätigkeit generell ins Zentrum zu rücken. Dies unterstreicht Ursula Forrer, Präsidentin des Samariterverbandes St.Gallen-Fürstentum Liechtenstein: «Die Samariter sind meist stille Helfer im Hintergrund. Dies erschwert uns die Öffentlichkeitsarbeit. Deshalb sind Anlässe wie dieser eine ideale Plattform, um die Leistungen der Samariter zu präsentieren.»