Sie malt, was sie schön findet: Junges Talent aus Walzenhausen stellt ihre Bilder im Kulturlokal Stellwerk in Heerbrugg aus

Mit Lucia Albanese aus Walzenhausen kehrt eine junge, naturverbundene Kunstschaffende im Stellwerk ein. Ihr ist es wichtig, mit ihrer Malerei Licht und Lebendigkeit einzufangen.

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Lucia Albanese zeigt im Stellwerk ab nächster Woche ihre Aquarellbilder.

Lucia Albanese zeigt im Stellwerk ab nächster Woche ihre Aquarellbilder.

Bild: pd

(kfn/red) In der Sekundarschule wurde den Schülern die Aufgabe zum Schnuppern gestellt. Lucia Albanese aus Walzenhausen wählte für sich die Kunst und wurde bei Edith Thurnherr in Au in die Aquarellmalerei eingeführt. Hier bekam Lucia einen Malkasten geschenkt; dies war im Jahr 2015 der Start ihres Kunstschaffens. Weitere Inspirationen zur dieser Maltechnik holte sich Lucia in einem Aquarellseminar bei Bernhard Vogel.

Ihre Leidenschaft gilt der Aquarellmalerei

Nach der Sekundarschule absolvierte Lucia die Kantonsschule in Heerbrugg mit dem Wahlfach Spanisch. Ihre Maturaarbeit befasste sich mit der Aquarellmalerei, dem Malen ab alten Schwarzweissfotografien ihres Grossvaters und der Gestaltung in Farbe. Nach der Kanti entschied sich Lucia für ein Praktikum mit Kindern. Und diesen Herbst hat sie ein Studium in Germanistik und Englisch begonnen.

Die zwanzigjährige Lucia meint, sie male für sich, weil es ihr grosse Freude bereite und viel Spass mache. Manchmal versucht sie sich aus Neugier in der Öl- und Acrylmalerei oder am Computer mit Digitalzeichnen. Aber ihre Leidenschaft gilt der Aquarellmalerei, wie sie sie auch in der Ausstellung im Stellwerk zeigt. Sie kombiniert Aquarellfarbe mit Tinte und Acryltinte und experimentiert im Bild mit Pastellkreide.

Aquarelle im Kochbuch der Halbschwester

Vor drei Jahren hat Lucias Halbschwester, Mélanie Hangartner, das Kochbuch «La cucina della nonna» über die Kochkünste ihrer Nonna veröffentlicht. Die Aquarelle im Buch sind von Lucia gemalt. Lucias Aquarellmalerei setzt sich aus kräftigen, stimmungsvoll eingesetzten Farben zusammen und umfasst verschiedene Motive aus Bern, Venedig oder dem Rheintal.

Dabei malt sie alles, was sie schön findet, wie Bäume, Wälder, Blumen, Seen oder Sehenswürdigkeiten. Manchmal wendet sie sich auch von Motiven ab und widmet sich ungegenständlichen Darstellungen. Lucia ist es wichtig, mit ihrer Malerei Licht und Lebendigkeit einzufangen. Beim Malen verwendet sie Fotos als Vorlage oder setzt sich in die freie Natur.

Gerne malt sie nach Schwarzweissfotos, dabei fühlt sie sich frei in der Farbwahl. Aus ihren bisherigen Arbeiten lassen sich denn auch Farbphasen wie Pink oder Grün erkennen.

In vier Ausstellungen im Kanton St.Gallen durfte Lucia ihr Kunstschaffen bisher zeigen. Nun ist sie im Stellwerk zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen:

  • Donnerstag, 8. Oktober, ab 18 Uhr Künstlerapéro
  • Freitag, 9. Oktober, 16–19 Uhr
  • Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, 14–19 Uhr
  • Montag bis Donnerstag, 12. bis 15. Oktober, 16 bis 19 Uhr
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