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Sie las, übersetzte und siegte

Die Kantonsschülerin Nadine Hutter hat beim Übersetzungswettbewerb des Lateinischen Kulturmonats IXber den ersten Platz erreicht. Sie setzte sich dabei gegen Schüler aus 16 Klassen der ganzen Ostschweiz durch.
Chris Eggenberger
Nadine Hutter bekommt ihren Preis von Glücksgöttin Fortuna, dargestellt von Regula Steinmann, der Präsidentin des Lateinischen Kulturmonats. (Bild: pd)

Nadine Hutter bekommt ihren Preis von Glücksgöttin Fortuna, dargestellt von Regula Steinmann, der Präsidentin des Lateinischen Kulturmonats. (Bild: pd)

«De prisca et vera Alpina Rhaetia» lautete der Titel des Textes, den die Kandidaten des Latein-Deutsch-Übersetzungswettbewerbes zu meistern hatten. Sein Autor, der Glarner Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi, erzählt im Text von der ursprünglichen Herkunft der Eidgenossen und deren mittelalterlichem Leben in der Schweiz.

Die 17-jährige Kantonsschülerin Nadine Hutter aus Kriessern war in der Kategorie 3. Klassen und Freifächer die Beste. Dafür wurde sie an der Preisverleihung in Sargans mit einem Glarner Tüechli voller Spezialitäten und einem Buchhandlungsgutschein über 200 Franken belohnt.

Erfolg kam völlig unerwartet

Auf eine sinngemässe Übersetzung des Textes in stylistisch ansprechender Sprache sei es bei der Bewertung angekommen, erklärt die Siegerin. Sie habe schon vor der Siegerehrung gewusst, dass ihr Text wahrscheinlich zu den besseren gehöre, mit dem ersten Platz im Teilnehmerfeld aus den Kantonen St. Gallen, Appenzell, Thurgau und Graubünden habe sie aber überhaupt nicht gerechnet. Seit dem Anfang ihrer Kanti-Zeit besucht Nadine Hutter das Freifach Latein. Sie habe sich damit ein Sprachstudium für später offen halten wollen, mittlerweile sind bei ihr aber Sportwissenschaften Trumpf. Zu Beginn sei der Aufwand im Vergleich zu anderen Freifächern recht gross gewesen, erklärt Hutter, die das Schwerpunktfach Spanisch bilingual besucht. Obwohl sie eine gewisse Sprachaffinität habe, sei ihr das Lernen der grundlegenden Grammatik und des lateinischen Wortschatzes schwergefallen. Dazu kommt, dass sie in ihrer Freifachklasse gerade einmal zu zweit seien.

Ein Lob an ihren Lehrer

Hutter lobt aber das Engagement ihres Lateinlehrers Björn Infanger. «In den drei Lektionen, die das Freifach jede Woche füllt, habe ich über die Jahre viel gelernt», sagt sie.

Infanger sei es auch gewesen, der die Teilnahme am Wettbewerb vorgeschlagen und organisiert hat. Ein Übersetzungstest wäre sowieso angestanden, daher sei die Teilnahme für sie nichts Spezielles gewesen, erklärt Nadine Hutter. Sie konnte die Aufgabe während einer Doppellektion des Freifachs lösen. Da der Lateinunterricht seit einiger Zeit vor allem aus Übersetzungsübungen besteht, sei dieser Test auch nicht mehr allzu schwierig gewesen, ergänzt die 17-jährige.

Inwiefern ihr ihre Lateinkenntnisse oder der Sieg am IXber später weiterhelfen können, weiss Hutter noch nicht. Sie werde eventuell Französisch im Nebenfach studieren und auch in der Sporttheorie könne der lateinische Wortschatz nützlich sein. Schaden werde es sicher nicht

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