Sicherheit

Da rufen zwei Rheintaler Jungpolitiker vom Rheindamm aus Richtung Bern! Der eine ist Kantonsrat, der andere Kandidat. Die beiden wollen ein «Komitee für mehr Sicherheit im Rheintal» gründen. Konkret fordern sie verstärkte Grenzkontrollen mit Grenzwächtern, Polizisten, Soldaten.

René Schneider
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Da rufen zwei Rheintaler Jungpolitiker vom Rheindamm aus Richtung Bern! Der eine ist Kantonsrat, der andere Kandidat. Die beiden wollen ein «Komitee für mehr Sicherheit im Rheintal» gründen. Konkret fordern sie verstärkte Grenzkontrollen mit Grenzwächtern, Polizisten, Soldaten. Wegen der angeblich akuten Bedrohung durch Terroristen und Flüchtlinge. Keck fordern sie von der Ostgrenze aus den Bundesrat zum Handeln auf. Dass gewählte Nationalräte (sogar ihrer Partei) mit genau dieser Forderung und Begründung beim Bundesrat schon vor zwei Monaten abblitzten, ist ihnen egal. Oder unbekannt.

Auch wenig erfahrene Politiker sollten nicht mit den ernsten Gefühlen ihrer Mitmenschen spielen. Oder wollen die zwei lediglich auffallen vor den Kantonsratswahlen? Sei's drum. Sollte es den beiden aber ehrlich und von Herzen um mehr Sicherheit im Rheintal gehen, könnten sie sich ja für Tempo 30 in allen Quartieren, mehr Radarkontrollen oder die schnelle Umsetzung des Hochwasserschutzes im Rheintal stark machen. Solches schafft Sicherheit und liegt (wenigstens zum Teil) in der Kompetenz des Kantons.

rene.schneider@rheintalmedien.ch