Sicher in den Norden

Die Arbeiten am Veloweg beim Zoll sind mehrheitlich vollendet. Für Velofahrer erhöht sich dadurch nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch der Fahrkomfort.

Benjamin Schmid
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Pascal Meyer (von links), Geschäftsführer J. Meyer Strassenbau GmbH, Roland Wälter, Gemeindepräsident, Guido Seiz, Leiter Unterhaltsdienst, Daniel Litscher, Projektleiter Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, Christoph Hutter, Leiter technische Betriebe, Matthias Kuster, Verwaltungsrat Ortsgemeinde, und Roger Durot, Ingenieurbüro FKL, sind zufrieden mit den getätigten Massnahmen beim Zoll Diepoldsau. (Bild: Benjamin Schmid)

Pascal Meyer (von links), Geschäftsführer J. Meyer Strassenbau GmbH, Roland Wälter, Gemeindepräsident, Guido Seiz, Leiter Unterhaltsdienst, Daniel Litscher, Projektleiter Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, Christoph Hutter, Leiter technische Betriebe, Matthias Kuster, Verwaltungsrat Ortsgemeinde, und Roger Durot, Ingenieurbüro FKL, sind zufrieden mit den getätigten Massnahmen beim Zoll Diepoldsau. (Bild: Benjamin Schmid)

Die Idee für die Sanierung kam dem Gemeinderat bereits 2015. Das Problem war bekannt, die Verbindung der Veloroute Süd mit der Veloroute Nord war weder sicher noch attraktiv zu befahren. Vor zwei Jahren wurde mit der konkreten Projektausarbeitung begonnen, die in diesen Tagen ihren Abschluss fand. Zwei Drittel der budgetierten 300'000 Franken übernimmt der Kanton.

Direkte Fahrt zur Weidstrasse

In den letzten sechs Wochen realisierte die J. Meyer Strassenbau GmbH drei Massnahmen, mit denen der Verkehrsfluss erhöht, die Verkehrsgefahren gesenkt und die Querung der Kantonsstrasse problemlos ermöglicht werden. Wurden Velofahrer, die aus dem südlichen Dorfteil kamen, von der Stockstrasse über die Werkstrasse in die Hohenemserstrasse geführt, kann der Langsamverkehr neu direkt in die Weidstrasse fahren.

Der bisherige Trampelpfad wurde verbreitert und bekommt bis Ende Juli einen Andeer-Granit-Belag. «Mit Andeer-Granit haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht», sagt Guido Seiz, Leiter Unterhaltsdienst, «er hat eine lange Lebensdauer und braucht verhältnismässig wenig Unterhalt.»

Die neu gebaute Rampe beim Pumpwerk ermöglicht es Radfahrern, von der Weidstrasse direkt durch die Unterführung zum Campingplatz und Strandbad zu gelangen, ohne dabei die Nationalstrasse kreuzen oder Spitzkehren fahren zu müssen. «Das ist das Herzstück des Projekts», sagt Gemeindepräsident Roland Wälter. Weil die Unterführung weder direkt zugänglich, noch hell beleuchtet und nur teilweise asphaltiert war, wurde sie selten benutzt. «Das gehört nun der Vergangenheit an», sagt Roland Wälter.

«Die Unterführung wurde neu angestrichen und mit neuen Leuchten ausgestattet, derweil die Zufahrten mit Hartbelägen versehen wurden.»

Folgt man dem Veloweg nordwärts durch die Unterführung, fällt eine weitere Mass­nahme auf. Wo sich früher ein schmaler Pfad am Camping vorbei Richtung Strandbadstrasse schlängelte und quer über diese führte, gibt es jetzt einen breiten Weg, der das ungehinderte aneinander Vorbeifahren gewährt. Einerseits führt der Veloweg nicht mehr gerade über die Strandbadstrasse, andererseits bekommt die Kreuzung bis Ende August einen ockerfarbenen Belag. Diese Eingriffe machen die Kreuzung übersichtlicher und letztlich weniger gefährlich.

Strassenleuchten mit Bewegungssensoren

«Alle Massnahmen zielen auf die Erhöhung der Fahrsicherheit und des Fahrkomforts», sagt der Gemeindepräsident, «aber nicht auf Kosten der Umwelt.» Auf beiden Seiten der Unterführung säumen neue LED-Strassenleuchten mit Bewegungssensoren den Radweg. «Sobald sich Fussgänger oder Velofahrer den Leuchten nähern, schalten sich diese automatisch ein und wieder aus. Gegenüber den alten Leuchten sparen wir beinahe 60 % Energie», sagt Christoph Hutter, Bereichsleiter technische Betriebe.