SFS verkauft Lidl-Land

WIDNAU. SFS intec in Heerbrugg hat an der Rosenbergsaustrasse 2052 Quadratmeter Industrieland an die Ortsgemeinde Au verkauft. Die Handelspartner erläutern die Gründe.

René Schneider
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Blick vom technischen Zentrum SFS auf Lidl und den schmalen Landstreifen. Rechts davon gehört alles Industrieland der Ortsgemeinde Au. (Bild: René Schneider)

Blick vom technischen Zentrum SFS auf Lidl und den schmalen Landstreifen. Rechts davon gehört alles Industrieland der Ortsgemeinde Au. (Bild: René Schneider)

WIDNAU. Der auf den ersten Blick seltsame Handel über (nur) etwas mehr als 2000 Quadratmeter Industrieland in der Rosenbergsau ist als Handänderung der Gemeinde Widnau publiziert. Der lange, schmale Streifen Industrieland liegt unmittelbar neben der Lidl-Filiale in Heerbrugg, also direkt vor dem technischen Zentrum von SFS.

Ursprünglich gehörte der Streifen direkt an der Gemeindegrenze zwischen Widnau und Au zum Grundstück, das Lidl einer Widnauer Erbengemeinschaft abgekauft hatte. Doch baute der Discounter dann kleiner als ursprünglich vorgesehen – und bot das frei gebliebene Land SFS zum Kauf an. SFS kaufte es, um sich Optionen für die Zukunft offen zu halten.

Das restliche noch freie Industrieland zwischen Lidl und Natursteine Köppel AG, zusammen etwa 30 000 Quadratmeter, gehört der Ortsgemeinde Au. Deren Präsident Thuri Messmer erläutert, wie es zum aktuellen Bodenhandel kam: SFS und die Ortsgemeinde hatten vor Jahren für etwa zwei Drittel der Fläche vertraglich eine Art Vorkaufsrecht ausgehandelt für den Fall, dass SFS einst dort erweitern möchte. So weit kam es jedoch nicht, und letztes Jahr lief diese Abmachung ohne Erneuerung aus. Bruno Spirig, Leiter Planung und Organisation bei SFS: Ohne Option zum Kauf der grossen Fläche sei der Besitz des schmalen, von Lidl übernommenen Streifens für SFS obsolet geworden. Zudem mache es keinen Sinn, wenn allfällige Interessenten mit ihrem Projekt mit zwei Grundbesitzern in Kontakt treten müssen. Darum habe man den Streifen der Ortsgemeinde angeboten.

Und was passiert jetzt auf den drei Hektaren Industrieland zwischen SFS und Bahnlinie? Ortsgemeindepräsident Thuri Messmer: «Wenn eine gute Firma mit einem guten Projekt zu uns kommt, also mit einem, das möglichst viele Arbeitsplätze generiert, dann verhandeln wir gern mit ihr über ein Baurecht.»

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