SFS führt in Heerbrugg Kurzarbeit für alle ein

Die Firma hat angekündigt, ihre Kapazitäten zu reduzieren. Am Hauptsitz sind alle Mitarbeitenden betroffen.

Andreas Rüdisüli
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Alle Rheintaler SFS-Mitarbeitenden werden Kurzarbeit leisten.

Alle Rheintaler SFS-Mitarbeitenden werden Kurzarbeit leisten.

Bild: Urs Bucher

Weil wichtige Kunden aufgrund der Coronakrise nicht mehr produzieren, reduziert der Rheintaler Befestigungstechnikkonzern SFS ab April vorübergehend seine Kapazitäten. Dies hatte das Unternehmen Anfang Woche angekündigt.

Wie eine Nachfrage ergab, ist auch der Hauptsitz in Heerbrugg betroffen. Laut Auskunft von SFS-Mediensprecher Claude Stadler werden alle Rheintaler Mitarbeitenden Kurzarbeit leisten. Die Geschäftsleitung setzt ein Zeichen und verzichtet gemäss Stadler auf zehn Prozent ihres Lohns.

Der Lohnausfall ist für alle gleich hoch

Nicht alle Abteilungen sind vom Nachfrageeinbruch gleich betroffen. In gewissen Tätigkeitsfeldern sind die Mitarbeitenden nach wie vor gut ausgelastet. Doch die Massnahme betrifft auch sie: «Im Sinne der Solidarität wird SFS den Lohnausfall aller Mitarbeitenden auf vier Prozent beschränken», sagt Claude Stadler. Dies entspricht einer Kurzarbeit von 20 Prozent. Damit will man verhindern, dass Mitarbeitende, die stärker vom Nachfragerückgang betroffen sind, eine höhere Lohneinbusse hinnehmen müssen.

Wann SFS die Kurzarbeit wieder aufheben wird, kann Stadler noch nicht sagen. Dies sei abhängig vom Verlauf der Pandemie und dem Verhalten der Kunden.

Der Silberstreifen am Horizont ist schon da

Weitere Massnahmen plant der Heerbrugger Konzern im Moment nicht. Man wolle das Beschäftigungsniveau halten, Stellen seien darum derzeit nicht gefährdet. «Wir sind wettbewerbsfähig und haben keine Kunden verloren», sagt Unternehmenssprecher Stadler. SFS sei in einer «robusten finanziellen Verfassung» und werde bereit sein, wenn sich die Lage normalisiere.

Claude Stadler sieht denn auch bereits einen Silberstreifen am Horizont: Im wichtigsten SFS-Werk in China könne nach der akuten Pandemiephase bereits eine «rasche und markante Belebung der Nachfrage» beobachtet werden.