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September entschädigte ein wenig

Die Badesaison 2016 startete schlecht und endete mit einem herrlichen September. Sie war durchschnittlich, brachte keine grossen Höhepunkte, verlief aber glücklicherweise unfallfrei.
Max Pflüger

Die Saison ist vorbei. Den Bademeister zu erreichen ist nicht mehr ganz einfach. Es braucht dazu mehrere Anläufe. Unaufgefordert bestätigt dies auch Norbert Frei vom Freibad Diepoldsau: «Sie haben Glück, dass Sie mich erreichen. Ich bin eigentlich nur noch zufällig hier im Bad.» Es stimmt also: Die Badesaison 2016 ist unwiderruflich abgeschlossen und gehört der Vergangenheit an.

Ferienzeit für Bademeister beginnt demnächst

Norbert Frei hat sein Bad bereits aufgeräumt. Nun setzt der Laubfall ein – das gibt noch einmal Arbeit. Aber dann kann sich Norbert Frei endlich Ferien gönnen. Markus Hensch vom Baggersee Kriessern ist bereits so weit. Zum Glück erreichen wir ihn über das Handy. Er verbringt seine wohlverdienten Ferien zurzeit im Bündnerland und geniesst die Bergwelt in Maloja. Kleine Reparaturarbeiten, Aufräumen und ein letztes Mal Ausmähen, das erwartet ihn dann nach dem Urlaub.

Andere Bademeister müssen sich noch ein wenig gedulden. Christian Baumgartner vom St. Margrether Bruggerhorn betreut seinen Campingplatz. Und der ist noch bis Ende Oktober geöffnet. Die Olma steht vor der Tür. Und da erwartet Baumgartner noch einmal viel Arbeit: «volles Haus», beziehungsweise gefüllter Platz. Die 130 festen Standplätze und vor allem die 35 Tagesplätze werden bis auf den letzten besetzt sein. Anschliessend ist für ihn der Monat November mit Aufräum- und Ausbesserungsarbeiten ausgefüllt. Hermann Wohlwend von der Gesa Altstätten arbeitet drinnen im Hallenbad weiter.

Zeit für einen kurzen Rückblick bleibt jedoch allen. Und da sind sich alle Rheintaler Bademeister einig: Der Start in die Sommersaison 2016 war katastrophal. Das Wetter lud einfach nicht zum Baden ein. Die Luft: zu kalt. Das Wasser: zu kalt. In den Sommerferien besserte sich das und im August und im September verzeichneten alle Freibäder einen herrlichen und sonnig-warmen Saisonschluss. Madeleine Schönenberger, Leiterin der Altstätter Sportanlagen, meinte dazu stellvertretend für alle: «Wir hatten noch nie einen so schönen und warmen September.»

Das rettete die Saison. Christian Baumgartner sagt: «Vom Ergebnis her war 2016 eine mittlere Saison. Nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht.» Norbert Frei: «Mai und Juni waren sehr schlecht, August und September haben das wieder wettgemacht.» Markus Hensch: «Der Anfang war harzig, dann konnten wir aufholen. So ist es eine mittelmässige Saison geworden.»

10 000 Badegäste weniger als im Durchschnitt

Die übereinstimmenden Aussagen der Bademeister belegt auch die Besucherstatistik des Freibads Gesa Altstätten. Im Mai und Juni besuchten in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 19 482 Besucher das Bad. 2016 waren es nur gerade 7927. Anders im September: 1683 Gästen im Zehnjahresdurchschnitt standen 4739 dieses Jahr gegenüber.

Ganz aufzuholen vermochten die guten Besucherzahlen den schlechten Start allerdings nicht. Nach einem Total von 55 246 im vergangenen Jahr und 50 416 im Zehnjahresschnitt besuchten dieses Jahr insgesamt bloss 40 483 Gäste das Altstätter Freibad. Immerhin: Für Hermann Wohlwend war der herrliche September ein schöner Abschluss. Es war seine letzte Saison. Auf Ende Jahr geht er nach über dreissig Bademeisterjahren in Pension.

Blessuren, Schürfungen – aber nichts Grosses

Glücklicherweise hatten die Rheintaler Freibäder diesen Sommer keine schweren Unfälle zu verzeichnen. Diese erfreuliche Tatsache war allen befragten Bademeistern besonders wichtig. Markus Hensch vom Kriessner Baggersee sagt: «Selbstverständlich hatte ich immer wieder kleinere Blessuren und Schürfwunden zu behandeln. Das gehört einfach zum Job. Aber zum Glück gab es keine gröberen Verletzungen.»

Und auch von besonders eindrücklichen Vorkommnissen gab es dieses Jahr nichts zu erzählen. «Einfach ein ruhiges und normales Jahr», wusste Christian Baumgartner vom Bruggerhorn in St. Margrethen zu berichten. «Aber das macht nichts, wir sind in den letzten Jahren oft genug in den Schlagzeilen gewesen. An die SRF-Doku-Soap<Üsi Badi> erinnert man sich heute noch.»

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