Seniorentaxi fährt ein weiteres Jahr

Der Regierungsrat hat den Gemeinderat über seine Beurteilung der Finanzlage der Gemeinde Lutzenberg per 31. Dezember 2013 informiert. In Lutzenberg bestehen keine besonderen Risiken. Deshalb sind auch keine Massnahmen notwendig.

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LUTZENBERG. Im Rahmen der Finanzaufsicht über die Gemeinden prüft der Kanton jährlich deren Finanzlage. Die Gemeinden sind gemäss Gesetz zur Mitwirkung verpflichtet und stellen die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Demgemäss hat der Regierungsrat den Gemeinderat über seine Beurteilung der Finanzlage der Gemeinde Lutzenberg per 31. Dezember 2013 informiert.

Die Kantonale Finanzaufsicht hat bei den Anlagen des Finanzvermögens bzw. bei den Even-tualverpflichtungen keine besonderen Risiken festgestellt. Die Steuerrückstände in der Gemeinde Lutzenberg betragen per 31. Dezember 2013 12,9 Prozent des Gesamtsteuerertrags. Der Gesamtdurchschnitt der Steuerrückstände aller Gemeinden liegt bei 10 Prozent des Gesamtsteuerertrags.

Fazit: Die Gemeinde Lutzenberg verfügt über ein positives Eigenkapital. Die Fremdkapitalbegrenzung von 250 Prozent ist nicht überschritten. Wie sieht die Sache mit der Fremdkapitalbegrenzung in der Gemeinde Lutzenberg aus? Zählt man die Steuereinnahmen, den Finanzausgleich und die Ergebnisse aus den Spezialfinanzierungen zusammen, kommt man auf einen Betrag von 4 359 800 Franken. Das Fremdkapital erreicht den Betrag von 1 841 800Franken. Mit 42 Prozent Fremdkapital ist die Gemeinde Lutzenberg damit von der Fremdkapitalbegrenzung von 250 Prozent noch weit entfernt. Es sind deshalb keine besonderen Massnahmen notwendig. Der Gemeinderat hat von diesem Bericht Kenntnis genommen.

Seniorentaxi

Der Gemeinderat Lutzenberg hat am 11. März 2013 das Angebot «Seniorentaxi Lutzenberg» ins Leben gerufen und per 1. Juli 2013 in Kraft gesetzt. Das Angebot ist auf zwei Jahre befristet und soll hernach neu überprüft werden. Der Gemeinderat hat über die Benutzungsfrequenzen im ersten Versuchsjahr eine Erhebung vorgenommen. Zwischen August 2013 und Februar 2014 erfolgten zehn Fahrten Wienacht–Dorf–Heiden oder umgekehrt, 16 Fahrten Wienacht–Tobel–Heiden oder umgekehrt sowie drei Fahrten Ror-schach–Wienacht. Dafür wurden Fr. 650.50 eingenommen. Daraus ist zu folgern, dass die Auslastung des Seniorentaxis im ersten Betriebsjahr eher unterdurchschnittlich war. Es haben jedoch viele anspruchsberechtigte Personen bei der Einwohnerkontrolle einen Berechtigungsausweis abgeholt, ohne ihn bisher benutzt zu haben. Der Gemeinderat Lutzenberg wird im Juni 2015 über die Weiterführung des Angebots befinden.

Beitrag an Haus Wienacht 3

Die kantonale Denkmalpflege AR hat dem Gemeinderat ein Gesuch um Gewährung eines Gemeindebeitrags an die Aussenrenovation der West- und Südfassade am Wohnhaus Wienacht 3 gestellt. Eigentümer ist Hans Briegel, Wienacht 3. Das Projekt umfasst den Ersatz des Schindelschirms in Fichte, handgespalten, inkl. Unterkonstruktion; Ersatz bzw. Reparatur Fensterdächli, Ladenführung, Profilleisten; allgemeine Spenglerarbeiten in Kupfer (Sockelblech Südfassade). Ausführung Renovation Westfassade: 2013, Ausführung Renovation Südfassade: 2014. Beim Haus Wienacht 3 handelt es sich um ein kommunales Schutzobjekt (Beitragsteilung bei Denkmalpflegebeitrag: 1/3 Kanton und 2/3 Gemeinde). Die beitragsrelevanten Baukosten betragen Fr. 29 260.60, die anrechenbaren Mehrkosten 11 024 Franken.

Der kantonale Beitrag beläuft sich auf 2205 Franken, der beantragte Gemeindebeitrag auf 4409 Franken. Der Gemeinderat hat den Gemeindebeitrag genehmigt. Damit ergibt sich ein gesamter Denkmalpflegebeitrag von 6614 Franken. (gk)