Sein eigenes Wasser analysieren lassen

ST. MARGRETHEN. In den nächsten Jahrzehnten soll der Rhein zwischen Ill und Bodensee grundlegend saniert werden. Eine Wanderausstellung zeigt, wie diese Sanierung aussehen könnte. Die Ausstellung startet am kommenden Freitag, 30. März, in St. Margrethen.

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Unter dem Namen Rhesi soll in den nächsten Jahrzehnten der Alpenrhein zwischen Illmündung und Bodensee saniert werden. Rhesi steht für «Rhein, Erholung und Sicherheit» und sagt eigentlich schon alles darüber, was diese Neugestaltung des Flusses bringen soll: So muss der Hochwasserschutz verbessert werden, indem die Abflusskapazität um mehr als ein Viertel erhöht wird. Unter dem Stichwort «Erholung» wird geprüft, wie die Rheinlandschaft attraktiver gestaltet werden könnte.

Die Pläne anschauen

Damit sich die Bewohner im Rheintal ein besseres Bild machen können, wandert in den nächsten Monaten eine Ausstellung durch alle Anrainergemeinden des Flusses. Die Ausstellung zeigt die Pläne der Zukunft, erläutert die Vorgaben in den Bereichen Hochwasserschutz, Ökologie und Grundwasserschutz, entwirft verschiedene Szenarien für eine zukünftige Gestaltung von Fluss und Flussufer. Die Ausstellung wirft auch einen Blick zurück, unter anderem mit Bildern zu historischen Hochwassern. Daneben gibt es altersgerechte Rhein-Informationen für Kinder und die Möglichkeit für alle, Wasser aus dem eigenen Lavabo, aus dem Teich hinter dem Haus oder aus einer Regenpfütze mitzubringen und analysieren zu lassen. Die erste Station der Wanderausstellung ist St. Margrethen. Dort startet sie am Freitag, 30. März, und bleibt bis Mitte April, bevor sie auf Reisen durchs ganze Rheintal geht. Ebenfalls am Freitag gibt es die Möglichkeit, zwischen 10 und 16 Uhr eine Wasserprobe – mindestens 0,25 Liter – mitzubringen und analysieren zu lassen.

Regulierung dauert 25 Jahre

Auftraggeberin des Projektes Rhesi ist die Internationale Rheinregulierung (IRR) mit Sitz in St. Margrethen. Die IRR ist eine zwischenstaatliche Institution und wurde 1892 mit dem Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz gegründet. Wesentliche Aufgabe ist die Gewährleistung des Hochwasserschutzes zwischen der Illmündung und dem Bodensee; eine Region, in der 450 000 Menschen leben. Die geplante Rheinregulierung, die rund 25 Jahre dauern soll, startet in den nächsten Monaten mit einer breiten Bedürfnisabklärung bei allen Nutzergruppen. Dabei soll die Wanderausstellung die Bevölkerung für die anstehende Diskussion sensibilisieren.

Die Wanderausstellung «Rhesi – Rhein, Erholung und Sicherheit» startet am Freitag, 30. März, in St. Margrethen im Gemeindehaus; zugänglich bis Freitag, 13. April, zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung. Am Freitag, 30. März, können zwischen 10 und 16 Uhr Wasserproben zur Analyse mitgebracht werden. (pd)

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