SCR Altach landet eine Sensation

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Vorarlberger Fussball Altach mischt erfolgreich im europäischen Geschäft mit: In der dritten Quali-Runde zur Europa League hat der SCRA den belgischen Vertreter KAA Gent mit dem Gesamtskore von 4:2 eliminiert. Am 17. August (in Innsbruck) und am 24. August spielen die Vorarlberger nun gegen Maccabi Tel Aviv um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Altach geht auch in dieses Duell als Aussenseiter – allerdings etwas weniger als in der letzten Runde. Die Israeli werden ein schwieriger, aber kein unschlagbarer Gegner sein.

Dass Altach Gent besiegt, gleicht einer Sensation. Die Belgier waren in der letzten Europa-League-Saison im Achtelfinal und haben ein zehnmal so grosses Budget wie Altach. Weniger überraschend war demgegenüber Altachs Erfolg in der ersten Runde gegen Chikhura Sachkhere aus Georgien sowie in der zweiten Runde gegen das weissrussische Team Dynamo Brest.

Schon im Hinspiel vor einer Woche in Gent zog sich Altach stark aus der Affäre. Das 1:1 kam einem Wunschresultat gleich, vor allem, weil das stets so wichtige Auswärtstor gelungen war. Beim «Heimspiel» am Donnerstag, das wegen des zu kleinen Alt­acher Stadions vor 3800 Zuschauern in Innsbruck ausgetragen wurde, übertraf der SCRA sich jedoch selbst. Früh gingen die Vorarlberger durch den kamerunischen Nationalspieler Ngamaleu in Führung, was die Gäste nervös machte. Sie wussten sich oft nur mit Fouls zu helfen, woran auch der 1:1-Pausenstand nach einem Penaltytor durch die Belgier nichts änderte.

In der zweiten Hälfte spielte Altach nach einer roten Karte gegen einen Belgier in numerischer Überlegenheit und tat dies sehr geschickt. Die Belgier taten sich schwer, während Altach seine Chancen nutzte. In der 76. Minute traf Nutz mit einem Schlenzer zum 2:1, kurz vor Spielende verwertete Dobras einen Gegenangriff zum 3:1. Mit seinem dritten Weiterkommen trägt Altach seinen Teil dazu bei, dass Österreich die Schweiz in der Uefa-Fünfjahreswertung allmählich überholt. (rez)

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