Schwinger mit neuem Vorsitz

Remo Loher, bisher Jungschwingerleiter, ist neuer Präsident des Schwingclubs Mittelrheintal. Das St. Galler Kantonalschwingfest findet dieses Jahr Balgach statt.

Mäx Hasler
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Patrick Ulmann (rechts) wünscht seinem Nachfolger Remo Loher und Marcel Hangartner viel Glück. (Bild: Mäx Hasler)

Patrick Ulmann (rechts) wünscht seinem Nachfolger Remo Loher und Marcel Hangartner viel Glück. (Bild: Mäx Hasler)

Schwingen. Patrick Ulmann, der nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit, acht Jahre davon als Präsident, aus dem Vorstand zurücktrat, durfte zur Jubiläumsversammlung des Schwingclubs Mittelrheintal in der Schwinghalle 120 Mitglieder und Gönner begrüssen. Darunter Fahnengotta Mina Müller aus Wetzikon, die später die Vorstandsmitglieder, den Präsidenten und die Jungschwinger anlässlich des 20. Geburtstages des Vereins grosszügig beschenkte.

«Kein leichtes Amt»

Sein letzter Präsidentenbericht war eigentlich ein Acht-Jahres-Rückblick. Leicht sei das Amt, das er vor acht Jahren von seinem Vorgänger und Vorbild Peter Hafner mit zitternden Knien übernommen habe, nicht gewesen. Dank der Mithilfe der Vorstandskollegen habe er dies, so glaube er, wohl zur Zufriedenheit der meisten Mitglieder aber gut gemeistert.

Dass die Zahl der Gönner erstmals in der Vereinsgeschichte die 400er-Marke überstiegen hat, sei eine besondere Freude für ihn. Besonders stolz sei er auf die Jungschwinger-Förderung, die ihm immer sehr am Herzen gelegen sei. Die Jungschwinger-Betreuung des Schwingclubs Mittelrheintal sei beispielhaft in der Schweiz. In Zukunft möchte er sich mehr Zeit für die Betreuung der Buben nehmen. Die Buebaschwinget in Montlingen gehören zu den professionellsten und best organisierten im Land.

Darum habe sich der Verein auch für den Kantonalen Nachwuchstag 2012 beworben.

Enttäuschend sei für ihn das Eidgenössische in Frauenfeld gewesen. Obwohl es ein Fest der Superlative war, «das wohl nicht mehr zu Toppen ist.» Nicht etwa wegen dem Abschneiden von Ignaz Rohner, dem der berüchtigte Viertelpunkt fehlte. Vielmehr war es die Selektion des NOS Verbandes.

Dieser habe für Frauenfeld drei Schwinger selektioniert, die keinen Kranz vorweisen konnten, im Gegensatz zu Remo Meier, seines Zeichens NOS-Kranzer und Neukranzer Beda Coray.

Neue Hoffnungsträger

Grosse Hoffnung setzt Ulmann auf die beiden Jungschwinger Roger Baumgartner und Andreas Roth, die am Kantonalen in Engelburg haarscharf einen Kranz verpasst haben. Diesen hätten sie sich wohl für Balgach aufgehoben. «Erfreulich ist momentan der Bestand von etwa 25 Jungschwingern und 20 Aktiven.

Weniger Erfreulich sind hingegen die Resultate der Grossen. Diese müssten besser werden», sagte Ulmann. Mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Gönner Hans Graber und Dankesworten endete Ulmanns achter Jahresbericht. Der Technische Leiter Reto Hutter würdigte die drei Kränze, die an den 35 Kranzfesten, an denen die Aktiven mitgemacht haben, geholt wurden.

Der Jungschwingerleiter und zukünftige Präsident rief nochmals die Erfolge der Jungschwinger in Erinnerung, die insgesamt 28 Zweige geholt haben. Die erfolgreichsten waren Andras Roth mit fünf, Roger Baumgartner mit vier, sowie Daniel Schegg und Ramon Betschart mit je drei Zweigen. Kassier Markus Kobler musste bei Einnahmen von rund 52 000 Franken und Ausgaben von rund 64 600 Franken einen Verlust von 12 600 Franken vermelden. Dies, weil die Schwinghalle wieder mit 10 000 Franken amortisiert wurde.

Schliesslich wurde Remo Loher ehrenvoll zum neuen Präsidenten gewählt. Hansjörg Lehmann ist anstelle von Leo Hutter neuer Revisor. Das Hauptereignis im kommenden Jahr ist das St. Galler Kantonale, das zusammen mit dem STV Balgach in Balgach durchgeführt wird. OK-Präsident Hans Nüesch und Sponsoring-Chef Beat Frischknecht nahmen dazu in ein paar kurzen Worten Stellung.

Ulmann neues Ehrenmitglied

Bevor die Rigolettis das Zepter übernahmen, wurde der scheidende Präsident mit lang anhaltendem Applaus zum Ehrenmitglied befördert. In seiner Laudatio würdigte Remo Loher, der von den Jungschwingern mit einem Lied überrascht wurde, nochmals die Verdienste Ulmanns für den Verein und den Schwingsport.

Unter anderem die 29 Kränze, davon fünf NOS Kränze und ein Bergkranz, oder die sieben Festsiege.

«Mit Ulmann verliert der Verein einen gradlinigen, zielorientierten, fairen, manchmal auch sturen Vorstands-Kameraden, mit dem die Vorstandsarbeit aber immer sehr angenehm war», lauteten die Abschiedsworte des neuen Präsidenten zu seinem Vorgänger.

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