SCHWINGEN: Ein gutes Dutzend Böse am St. Galler Kantonalen

Erstmals findet der St. Galler Ehrentag morgen Sonntag, 28. Mai, als Indoor-Veranstaltung in der Eishalle Lido statt. Aus Rheintaler Sicht interessiert Beda Coray und von der jungen Garde ist der Oberrieter Daniel Schegg am Start.

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Der junge Daniel Schegg aus Oberriet (helles Hemd), hier gegen Tobias Schmidlin, muss sich nun bei den «Grossen» bewähren. (Bild: Emil Bürer)

Der junge Daniel Schegg aus Oberriet (helles Hemd), hier gegen Tobias Schmidlin, muss sich nun bei den «Grossen» bewähren. (Bild: Emil Bürer)

Rapperswil ist das sechste Mal Austragungsort des St. Galler Ehrentages, erstmals bereits 1920 und letztmals 1973 mit Manfred John als Sieger. Das OK mit Erich Zoller an der Spitze ist bestrebt, das St. Galler Kantonale für die Aktiven wie auch die hoffentlich zahlreichen Schwingerfreunde zu einem unvergesslichen Tag werden zu lassen.

210 Schwinger, sechs Gastkantone

Gemeldet sind rund 210 Schwinger, mit dabei aus den Gastkan­to­nen Appenzell 20, Glarus 10, Graubünden 10, Thurgau 10 und Zürich 20, dazu fünf Gäste des benachbarten Schwingklubs March-Höfe SZ.

Die Schwingerliste umfasst 14 Eidgenossen, darunter König Arnold Forrer und Unspunnensieger Daniel Bösch. Das Appenzeller Team wird angeführt von ihrem Eidgenossen-Quartett Michael Bless, Martin Hersche, Marcel Kuster und Raphael Zwyssig. Die Glarner entsenden ihre Neu-Eidgenossen Peter Horner und Roger Rychen ins benachbarte Rapperswil. Mit einem äusserst starken und homogenen Team treten auch die Bündner an: Sie sind vertreten mit ihren beiden Eidgenossen Armon Orlik, Sieger am Thurgauer Kantonalen Ende April, und Mike Peng sowie mit Ursin Battaglia, Ro­-man Hochholdinger und Sandro Schlegel einem Trio, das durchaus im Stande ist, dem einen oder anderen der Favoriten ein Bein zu stellen. Bei den Thurgauern sind Routinier Beni Notz und Tobias Krähenbühl die beiden gemeldeten Eidgenossen, und bei den Zürchern ist dies Fabian Kindlimann und der Winterthurer Samir Leuppi, der am Sonntag das Zürcher Kantonale für sich entscheiden konnte.

Die Innerschweizer Gäste des Schwingklubs March-Höfe werden angeführt von ihrem Eidgenossen Bruno Nötzli. Aber auch Florian Hasler und Andreas Höfliger können für jeden Gegner zum Stolperstein werden. Im einst landesweit gefürchteten St. Galler Team stehen momentan lediglich noch zwei aktive Eidgenossen: König Arnold Forrer und Unspunnensieger Daniel Bösch. Nöldi Forrer strebt da­- bei seinen bereits 18. St. Galler Kranz an. Im Aufgebot der Toggenburger sind nebst Bösch und Forrer vor allem der junge Beat Wickli (22) und die Brüder Dominik und Sandro Bäbler immer für eine Überraschung gut. Die Rapperswiler zählen nebst Routinier Adrian Oertig (36) vor allem auf Tobias Riget und Rückkehrer Simon Kid sowie den jungen Dominik Oertig (21), der sich letztes Jahr erstmals NOS-Eichenlaub erschwingen konnte.

Rheintal-Oberländer mit junger Garde

Das Hauptaugenmerk bei den Rheintal-Oberländern gilt nebst der seit Jahren bewährten Stütze Ruedi Eugster vor allem der jungen Garde der Kranzschwinger wie Christian (21) und Edi Bernold (22), Marco Good (21) und Reto Schlegel (20) sowie dem Mittelrheintaler Beda Coray. Der Altstätter tritt im ersten Gang gegen Roman Schnurrenberger an. Aber auch der Nachwuchs verdient Beachtung. Einer davon ist der Oberrieter Daniel Schegg. Vielleicht gelingt es dem einen oder andern, für diese oder jene Überraschung zu sorgen und erstmals vor die Kranzjungfern zu treten. Das Potenzial ist bei einigen der Jungen durchaus auszumachen. Mit dem nötigen Wettkampfglück scheint dies möglich – das nötige Holz ist vorhanden.

So oder so es kann in Rapperswil ein spannender Grosskampf erwartet werden. Die St. Galler werden alles daran setzen, den Festsieg gegen die starken Gäste-Delegationen in den eigenen Reihen zu behalten.

Das Anschwingen in der Eishalle Lido in Rapperswil-Jona ist morgen Sonntag, 28. Mai, auf 8 Uhr festgesetzt. Weitere Infos unter www.schwingfest-rj.ch.

Emil Bürer

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