Schwellenländer bieten längerfristig Anlagechancen

Aktienanlagen in den Schwellenländern haben sich im bisherigen Jahresverlauf nicht ausbezahlt. In den meisten aufstrebenden Ländern blieb die Börsenentwicklung hinter jener westlicher Aktienmärkte zurück.

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Aktienanlagen in den Schwellenländern haben sich im bisherigen Jahresverlauf nicht ausbezahlt. In den meisten aufstrebenden Ländern blieb die Börsenentwicklung hinter jener westlicher Aktienmärkte zurück. Aus Angst vor einer wirtschaftlichen Wachstumsverlangsamung zogen ausländische Anleger Kapital aus den Schwellenländern ab. In vielen Regionen bleiben die längerfristigen Aussichten intakt. Damit verbunden ergeben sich selektive Anlagechancen.

Kein einfaches Jahr

Das kommende Jahr wird kein einfaches für die Weltwirtschaft. Es gibt mittlerweile zwar Anhaltspunkte dafür, dass die amerikanische Wirtschaft nicht wieder in eine Rezession zurückfällt. Auch in China ist eine harte Landung der dortigen Wirtschaft wenig wahrscheinlich. In Europa zeichnet sich aufgrund von Sparmassnahmen der öffentlichen Hand allerdings eine wirtschaftliche Anspannung ab. Es ist absehbar, dass eine solche bis in die Schwellenländer spürbar sein wird.

Wachstum weiter möglich

Aus Angst vor einer vom Westen ausgehenden wirtschaftlichen Wachstumsverlangsamung haben ausländische Anleger in den vergangenen Wochen Kapital aus den Schwellenländern wieder abgezogen. So kam es in den USA in der Zeit nach Ende Juli zu grösseren Rücknahmen bei den in die Schwellenländer investierenden Aktienfonds. Zuvor hatten sich diese Fonds über eine Zeitspanne von nahezu einem Jahr Woche für Woche eines Netto-Neugeldzuflusses erfreut.

Aus heutiger Sicht wird das Jahr 2012 zu einem Übergangsjahr für die Schwellenländer. Im Durchschnitt ist in diesen Ländern allerdings noch immer ein Wachstum ihres Bruttoinlandprodukts von fünf bis sechs Prozent möglich, was deutlich über jenem westlicher Nationen liegen würde. Dass sich die Aktienmärkte in den meisten Schwellenländern seit Jahresbeginn schlechter als die westlichen Börsen entwickelt haben, eröffnet Anlegern in Anbetracht der längerfristig intakten Aussichten selektiv betrachtet Einstiegs-Gelegenheiten.

Besonders Asien und Südamerika sollten sich in eine Wachstumsverlangsamung hinein gut behaupten.

Warten auf Daten

Nächste Woche sind hierzulande keine für den Aktienmarkt wichtigen Unternehmensergebnisse zu erwarten. Konjunkturseitig steht die Aussenhandelsstatistik mit den Schweizer Uhrenexporten für den Monat November zur Veröffentlichung an. In den USA liegt das Hauptaugenmerk auf der dritten Erhebung für das Wachstum des Bruttoinlandprodukts während des dritten Quartals sowie auf dem Auftragseingang für langlebige Güter für den Monat November. (pd)