Schulwege sollen sicher sein

ALTSTÄTTEN. Wenn schon weiterführende Trottoirs an Strasseneinmündungen, dann sollen sie wenigstens optimal markiert sein. Der Elternrat des Schulhauses Schöntal setzt sich für sichere Schulwege ein.

Angelika Rieger
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Schulrat, Schulleitung und Elternrat ziehen an einem Strang: (von links) Ulrike Böse, Edeltraud Krötz, Schulleiter Martin Längle, Schulratspräsident Remo Maurer und Petra Böing begrüssen die gelbe Einfärbung des über die Strasse weitergeführten Trottoirs an der Kreuzung Bildstrasse – Heidenerstrasse. (Bild: Angelika Rieger)

Schulrat, Schulleitung und Elternrat ziehen an einem Strang: (von links) Ulrike Böse, Edeltraud Krötz, Schulleiter Martin Längle, Schulratspräsident Remo Maurer und Petra Böing begrüssen die gelbe Einfärbung des über die Strasse weitergeführten Trottoirs an der Kreuzung Bildstrasse – Heidenerstrasse. (Bild: Angelika Rieger)

ALTSTÄTTEN. Hand aufs Herz: Welcher Autolenker ist sich bewusst, dass Fussgänger auf einem durchgezogenen Trottoir bei der Mündung von Seitenstrassen Vortritt haben? Besonders problematisch kann dies im Umfeld von Schulhäusern sein, wo Schulkinder solche Trottoirs benützen. «Vor allem Kindergärtler und Erstklässler können das Verkehrsgeschehen an neuralgischen Stellen oft nur schwer einschätzen», teilt Ulrike Böse vom Elternrat Schöntal mit. Der Elternrat hat sich des Problems angenommen und gefährliche Strassenübergänge sowie kritische Verkehrssituationen diskutiert. Zusammen mit der Stadt, der Kantonspolizei und der Schulleitung hat er Verbesserungsmöglichkeiten eruiert – und ist optimistisch, was das Umsetzen angeht.

Am besten alle Übergänge gelb

«Stadt und Polizei sind unseren Vorschlägen gegenüber offen», erklärt Edeltraud Krötz. Konkret geht es derzeit vor allem darum, Fussgängerwege rund um das Schulhaus Schöntal sicherer zu machen. Die neue Gestaltung der Einmündungen mit weiterführenden Trottoirs wird deshalb vom Elternrat mit Skepsis zur Kenntnis genommen. Er strebt eine sichere Kennzeichnung dieser neuartigen Fussgängerübergänge an, von denen es in Altstätten weitere geben soll. Ein entsprechendes Pilotprojekt der Stadt bei der Einmündung der Bildstrasse in die Heidenerstrasse – das Trottoir ist gelb eingefärbt – ist hier Vorlage.

Den Kindern etwas zutrauen

Unter anderem diskutierte der Elternrat die Einführung eines Lotsendienstes nach dem Motto «Senior hilft Junior» mit den zuständigen Stellen von Stadt, Schule und Polizei. «Wir Verkehrsinstruktoren tendieren dahin, dass sich die Kinder mit der herrschenden Situation auseinandersetzen müssen. Sie können dies auch», riet Armin Näf aufgrund langjähriger Erfahrungswerte vom Lotsendienst ab. Er vermittle den Kindern nicht nur ein falsches Sicherheitsgefühl, sondern brauche auch eine grosse Anzahl an Lotsen. Näf schlug jedoch andere, effektive Verbesserungsmöglichkeiten vor. Dazu gehört eine erhöhte Präsenz der örtlichen Polizei an neuralgischen Verkehrspunkten. «Diese präventive Unterstützung wurde uns seitens der Altstätter Polizei zugesagt», erklärte Petra Böing. Ein ebenfalls positives Gespräch fand mit Vertretern des Bauamtes statt, um die von Armin Näf vorgeschlagenen baulichen Verbesserungsmassnahmen zu besprechen.

Tempo 30 rund um Schulwege

Schutzinseln sind im Rahmen der Freihof-Überbauung in der Nähe des neuen Kreisels bereits eingeplant, ansonsten aber aufgrund der Strassenbreite nicht machbar. Diskutiert wird auch, ob Schülerströme auf Hauptrouten kanalisiert werden und die geplanten neuen LED-Ortstafeln Informationen für Autofahrer enthalten. Ausserdem würde der Elternrat Zone 30 um Schulhäuser und Kindergärten begrüssen.