Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHULTHEATER: Proben-Endspurt vor dem grossen Auftritt

Zu den Schultheatertagen Ostschweiz mit dem Thema «Es war einmal» stellten auch die Rheintaler Schulklassen unterschiedliche Inszenierungen auf die Beine. Die Themenstellung passt nicht nur bei klassischen Märchen.
Carmen Kaufmann
Au, Klasse 4, Iris Pfister: (Bilder: Carmen Kaufmann)

Au, Klasse 4, Iris Pfister: (Bilder: Carmen Kaufmann)

Carmen Kaufmann

Zum vierten Mal finden diesen März die Schultheatertage Ostschweiz statt, die vom Theater Blitz, vom Theater St. Gallen und der Pädagogischen Hochschule veranstaltet werden. Aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell studieren Schulklassen vom dritten bis zum neunten Schuljahr ein eigenes Theaterstück ein. Das diesjährige Thema «Es war einmal» ermöglicht verschiedene Assoziationen. Zehn Lektionen lang begleitet eine Theaterpädagogin oder ein Theaterpädagoge die Proben, unterstützt Schüler sowie Lehrpersonen und gibt Feedbacks.

Im Rheintal statteten wir vier von fünf teilnehmenden Schulklassen einen Probenbesuch ab.

Strenge Könige behaupten sich

Die vierte Primarklasse aus Au inszenierte eine selbsterdachte Geschichte mit dem Titel «Der Eis-Krieg». Drei strenge Könige haben die Haltung, ihr Volk erziehen zu müssen, wogegen eine liebe Gräfin die Bewohner mit Eis verwöhnt. Zug und Gegenzug, Wärme und Kälte bestimmen das Geschehen.

Die Probe sei fliessend und erstmals ohne Unterbruch verlaufen, sagt Lehrerin Iris Pfister. Selbstsicher und völlig in ihrer Rolle traten die Schüler auf. Stolz strahlten die jungen Schauspieler aus. Sie sind stolz, auf der Bühne zu stehen und ihr eigenes Stück zu präsentieren. Für die noch folgenden Proben plant die Klassenlehrerin, stärker an den Emotionen zu arbeiten. In Widnau, bei der vierten Primarklasse, haperte es noch etwas am Text. Klassenlehrer Sandro Crescenti half jenen Schülern, denen der Text kurz entfiel. Die Klasse inszenierte ein Stück nach der Geschichte «Spieglein, Spieglein an der Wand». Realisiert wurde eine Gegenüberstellung vom Märchen und moderner Welt. In den beiden völlig verschiedenen Welten begleitet die Figuren stets dasselbe Thema – der Neid.

Eine Theaterpädagogin un-terstützte an diesem Tag die Klasse. Die Schülerinnen und Schüler besetzen jeweils zwei Rollen. «Das ist eine Herausforderung für alle», sagt Klassenlehrer Sandro Crescenti. Hinter der Bühne rannten unterdessen die Viertklässler umher, völlig unruhig. Sie seien nervös, da sie nun eine andere Rolle spielten, erklärt die Theaterpädagogin. Nachdem sie sich der Aufmerksamkeit aller Schüler sicher war, gab sie den Hinweis, erst einmal tief ein- und auszuatmen, die Augen zu schliessen und an den nachfolgenden Auftritt zu denken. Augenblicklich kehrte Ruhe ein. Entspannt konnten sie in den zweiten Durchgang starten.

In Diepoldsau stellte die dritte Primarklasse ein abstraktes Theaterstück auf die Beine. Es besteht aus einzelnen Teilen, die sich auf das Thema «Es war einmal» beziehen, jedoch unabhänig voneinander sind.

Die Gestik bestimmt das Geschehen

Die Geschichte erzählt sich mit dem Geschehen. Auf die Bewegung wird dabei mehr Wert gelegt, als auf die verbale Kommunikation. Eine wertvolle Unterstützung bietet Klassenlehrerin Carin Frei, die eine erfahrene Schauspielerin ist. Sie achtet besonders auf die Gestik und dass die Bewegungen verständlich vermittelt werden.

An der OMR (Oberstufe Mittelrheintal) studierte die zweite Realklasse ein humorvolles Stück ein. Die Figuren in ihrer Inszenierung leben auf dem Planeten Darkistan, wo die Regel gilt: Alles, was böse ist, ist gut – soll heissen, je fieser und unmanierlicher die Bewohner sich benehmen, desto besser. Schlechte Prüfungen werden gut belohnt, Gefallen zu machen dagegen bestraft.

Während ihrer Probe befasst sich die Klasse mit einer Szene besonders intensiv. Die Lehrerin geht auf den Klang der Sprache und auf kleine Gesten ein. Wenn sie böse sind, wird die Stimme lauter, die Gestik unkontrollierter. Am Schluss waren deutliche Fortschritte erkennbar.

Aufführungen: Fabriggli Buchs, Montag, 19. März, und Dienstag, 20. März, zwischen 9.15 und 15.45 Uhr.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.