Schulsport mal anders

HEERBRUGG. Am Montag führte die Schuleinheit Heerbrugg der Primarschule Au-Heerbrugg zusammen mit der Cleven-Stiftung einen Sporttag durch, der Kindern Lust auf Bewegung machen sollte.

Damian Neuländner
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Beim Sackhüpfen holten nicht nur die Schülerinnen und Schüler das Letzte aus sich heraus. Auch die Lehrer wie hier Björn Wiget gaben Vollgas. (Bild: Damian Neuländner)

Beim Sackhüpfen holten nicht nur die Schülerinnen und Schüler das Letzte aus sich heraus. Auch die Lehrer wie hier Björn Wiget gaben Vollgas. (Bild: Damian Neuländner)

Mit dem Projekt «fit4future» möchte die Cleven-Stiftung gegen die wachsende Bewegungsarmut und gegen Übergewicht bei Kindern vorgehen. Die Kerninhalte des Projekts sind die Bewegung, die Ernährung und Fitness des Gehirns. Letzteres rückt die kognitiven Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler während des Sports in den Vordergrund. Die Cleven-Stiftung möchte mit dem Projekt eine nachhaltig positive Beeinflussung der Kinder erreichen. Mit «fit4future» wird auch Stress und Aggressionen frühzeitig entgegengewirkt.

Damit das Projekt funktioniert, braucht es Schulen, die bereit sind, mitzumachen. Mittlerweile fand «fit4future» einen so grossen Anklang, dass die Cleven-Stiftung nicht mehr alle Schulen berücksichtigen kann. Auch die Schule Heerbrugg musste sich um einen Platz bewerben. Bei den Bewerbungen achte man vor allem auf den verfügbaren Platz für die einzelnen Projekte, sagt Christoph Moor, Bewegungscoach und Sportwissenschaftler.

Drei Jahre garantierte Bewegung

Seit letztem Jahr ist die Schule Heerbrugg in das Projekt involviert. «Die Schulen sind froh um die Unterstützung, und es ist auch einmal etwas anderes, als den ganzen Tag im Klassenzimmer zu sitzen», so Christoph Moor. Die teilnehmenden Schulen bekommen von der Stiftung jeweils zahlreiche Materialien, zum Beispiel eine Kiste voller Sportgeräte. Die beiliegenden Anleitungen ermöglichen es jedem Kind, sich in den Pausen sportlich zu betätigen. Die Finanzierung der Cleven-Stiftung erfolgt über Sponsoren.

Jede Schule, die am Projekt mitmacht, muss Organisatoren stellen. In Heerbrugg fand man mit Monika Rina vom Schulhaus Blattacker und Ursula Rohner vom Schulhaus Sonnenberg sofort zwei, die die Herausforderung gerne annahmen. Ursula Rohner weist aber darauf hin, dass es für das Projekt das ganze Lehrerteam brauche. Zudem musste das Lehrerteam eine Weiterbildung in Zürich besuchen.

Die Primarschule Heerbrugg unterschrieb mit der Cleven-Stiftung einen Dreijahresvertrag. Jeder Workshop wird in der Regel nur einmal durchgeführt. Der nächste Spezialtag der Heerbrugger Kinder wird also wieder anders aussehen.

Gelungener Postenlauf

Die Kinder bewegten sich mit grosser Freude, viel Einsatz und auch mit sportlichem Ehrgeiz. Sechs Posten mussten von jeder Klasse, die jeweils in vier Gruppen aufgeteilt wurden, absolviert werden. Dabei wurden Koordination, Ausdauer und Geschicklichkeit getestet. Neben diesen Fähigkeiten brauchte es für den Sieg auch einen guten Teamgeist. In jeder Klassenstufe gab es mindestens einen Sieger. Dieser wurde jeweils mit einem Diplom ausgezeichnet und von einer «La Ola» auf dem Siegertreppchen begrüsst, bevor dann alle in den Mittag entlassen wurden.

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