Schulsozialarbeit zeigt Wirkung

Seit Januar 2013 leistet die Jugendarbeit Oberes Rheintal in allen Gemeinden des oberen Rheintals flächendeckend Schulsozialarbeit (SSA).

Merken
Drucken
Teilen
SSA-Quartett: Marion Heeb (OSReMa), Regula Ledergerber (Primar Altstätten bis Rebstein), Ruth Zai (Primar Rüthi bis Hinterforst) und Julia Bollag (Oberstufen Altstätten, Oberriet und Montlingen). (Bild: pd)

SSA-Quartett: Marion Heeb (OSReMa), Regula Ledergerber (Primar Altstätten bis Rebstein), Ruth Zai (Primar Rüthi bis Hinterforst) und Julia Bollag (Oberstufen Altstätten, Oberriet und Montlingen). (Bild: pd)

ALTSTÄTTEN. Ziel der «Sozialen Arbeit im Rahmen der Schule» ist, Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen zu begleiten und bei der Bewältigung des Lebens zu unterstützen. Auch im letzten Schuljahr arbeitete das Team an verschiedenen Fronten und bewirkte viel Positives. Die Schulsozialarbeit (SSA) ist neutral, vertraulich, freiwillig und dank der Finanzierung durch die politischen Gemeinden für alle Schulbeteiligten kostenlos.

Gemeinsam Lösungen finden

Die Lebensbedingungen unserer Kinder und ihr Heranwachsen verändern sich laufend. Die Individualisierung der Gesellschaft und die Vielfalt von Lebensläufen lösen traditionelle Bindungen mehr und mehr auf. Die Konsequenzen für die Kinder und Jugendlichen sind offensichtlich: Medien und Gruppen von Gleichaltrigen gewinnen gegenüber Familie und Schule immer mehr an Gewicht. Zudem sind Schülerinnen und Schüler heute vielfältigen Herausforderungen und Druck ausgesetzt. Nicht wenige Kinder und Jugendliche sind damit überfordert.

Das Ziel der Schulsozialarbeit ist es, die Kompetenz der Heranwachsenden zur Lösung ihrer sozialen und persönlichen Probleme zu fördern, ihre Perspektiven zu verbessern. Zudem stehen die Fachleute Lehrpersonen und Eltern beratend zur Seite, vermitteln und versuchen, Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern.

187 Fälle in Angriff genommen

Im letzten Schuljahr bearbeiteten die vier SSA-Fachfrauen vom Kindergarten bis zur dritten Oberstufe 187 längerfristige Fälle. Thematisch betrachtet sind viele Ratsuchende – das können Kinder, Jugendliche, Eltern oder Lehrpersonen sein – in Konflikte involviert, die sie mit Hilfe der Schulsozialarbeit lösen konnten. Ausserdem leistete das Team zehn Notfalleinsätze, wie etwa bei Ausübung von Gewalt oder im Todesfall. Die SSA betreute und unterstützte die Involvierten. Das SSA-Team gestaltete in Klassen insgesamt 307 Lektionen (plus 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr) zu Themen wie: Umgang miteinander, «Klima» in der Klasse, Grenzen setzen bis Mobbing und Aufklärung an den Oberstufen.

Im Projektbereich bildeten Begleitungen der zwei Schüler-Parlamente, des Schülerrats, die Mädchentage und Elternbildungsveranstaltungen Schwerpunkte.

SSA bietet «offene Ohren»

Zusätzlich standen zahlreiche Vorstellungsrunden, Elternabende, das Mitwirken in Arbeitsgruppen und Klassen-Begleitungen auf dem Programm. Die vorhandenen Pensen sind gemäss Stellenleiter Ruedi Gasser voll ausgelastet, was zu Wartezeiten führen kann.

Es hat sich gezeigt, dass die Schulsozialarbeit als unterstützend und hilfreich wahrgenommen wird. Das Angebot wird als neutrale und unbürokratische Anlaufstelle für alle Beteiligen rund um die Schule sehr geschätzt.

Die Schulsozialarbeiterinnen freuen sich auf die Kontaktaufnahme und bieten «offene Ohren» für Fragen, Anliegen, Ideen und bei herausfordernden Situationen. Weitere Informationen und Kontaktdaten: www.jugend-or.ch. (sk)