Schulen brauchen nur wenig mehr

Die Voranschläge der Primar- und der Oberstufenschulgemeinde Altstätten bleiben für 2012 in etwa gleich wie 2011. Der Schulrat ist bemüht, mit den Mitteln sparsam umzugehen.

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ALTSTÄTTEN. In der Oberstufenschulgemeinde beträgt der budgetierte Gesamtaufwand für 2012 10,485 Mio. Franken und liegt mit 174 000 Franken nur wenig über dem Budget 2011. Der Finanzbedarf von den politischen Gemeinden Altstätten und Eichberg beträgt 9,969 Mio. Franken, was einer Steigerung von 0,82 % gegenüber 2011 entspricht. Der budgetierte Gesamtaufwand in der Primarschulgemeinde beträgt 10,881 Mio. Franken. Der Finanzbedarf von der Stadt Altstätten beträgt 10,449 Mio. Franken, was einem Rückgang von 0,48 % gegenüber 2011 entspricht.

Mehrkosten verursachen in beiden Schulgemeinden die Wahlen für die Amtsdauer 2013 bis 2016, die Anschaffung von Smartboards, Ersatzanschaffungen in der Informatik sowie Beiträge an die Musikschule Oberrheintal. Als Folge der Sparmassnahmen des Kantons müssen die Schulgemeinden zudem deutlich höhere Schulgelder für Schüler in Sonderschulen und Heimen übernehmen, was ebenfalls Mehrkosten verursacht.

Die detaillierten Budgets der Primar- wie Oberstufenschulgemeinden können auf dem Schulsekretariat eingesehen werden. Die Bürgerversammlung der Oberstufe findet am Donnerstag, 24. November, um 19.30 Uhr im Sonnen-Saal Altstätten statt, daran anschliessend die Bürgerversammlung der Primarschule.

Kein Zusammenschluss

Ein Team von Studierenden der Fachhochschule für Wirtschaft in St. Gallen hat die operative Zusammenarbeit der Schulverwaltungen in der politischen Gemeinde Altstätten geprüft. Die Schulen von Altstätten, Lüchingen, Hinterforst, Lienz und Kobelwald-Hub-Hard arbeiten mit eigenen Schulbehörden und eigenen Schulverwaltungen. Mit Ausnahme von Altstätten arbeiten die Behörden und Schulverwaltungen im Milizsystem und haben teilweise Arbeitsbereiche outgesourct.

Alle Schulen waren interessiert zu prüfen, wie ihre Schulverwaltungen im Modell einer operativen Zusammenarbeit effizienter und kostensparender geführt werden könnten, wobei die Auflage bestand, dass dieses Modell keine politische Zusammenführung der Schulen vorsieht. Mit allen Schulgemeinden wurden Gespräche geführt, um eine Ist-Analyse durchzuführen. Es stellte sich heraus, dass alle untersuchten Schulgemeinden grundsätzlich bereits jetzt sehr effizient organisiert sind. Bei einzelnen Prozessen wurden trotzdem Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, und durch die betreffenden Schulverwaltungen wird geprüft, ob diese realisierbar sind und wenn ja, ob damit eine Effizienzsteigerung erreicht werden kann.

Kooperation bietet Vorteile

Die Analyse hat bestätigt, dass die Schulverwaltungen organisatorisch gut aufgestellt sind und eine Kooperation Vorteile bringt. Die Schulratspräsidenten aller beteiligten Schulgemeinden werden weiterhin kontinuierlich überprüfen, wie Verbesserungen in der Zusammenarbeit erreicht werden können. (sr)