Schule Lüchingen darf bauen

LÜCHINGEN. Im Pfarreiheim Lüchingen haben gestern Abend die Stimmberechtigten der Primarschulgemeinde und der katholischen Kirchgemeinde Lüchingen über Projekte, Rechnung 2012 und Budget 2013 abgestimmt.

Kurt Latzer
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Die Lüchinger Schulbürgerschaft stimmte nicht nur Rechnung und Budget zu, sondern auch dem Anbau beim Schulhaus Roosen. (Bild: Kurt Latzer)

Die Lüchinger Schulbürgerschaft stimmte nicht nur Rechnung und Budget zu, sondern auch dem Anbau beim Schulhaus Roosen. (Bild: Kurt Latzer)

Im Mittelpunkt des Interesses bei der Schulbürgerschaft stand gestern der Baukredit für den Anbau beim Schulhaus Roosen. Bereits am Informationsabend am vergangenen Dienstag hatten sich zahlreiche Schulbürgerinnen und Schulbürger vor Ort informieren lassen.

Es darf gebaut werden

Der Primarschulrat möchte zwischen dem roten Sportplatz und dem Pausenplatz für 690 000 Franken einen einstöckigen Anbau realisieren. Darin stünden zwei Gruppenräume, ein Lehrerzimmer, ein Putzraum sowie ein Raum in der Grösse eines Klassenzimmers zur Verfügung. Letzteren will der Schulrat erst ausbauen lassen, wenn ein zusätzliches Klassenzimmer gebraucht wird.

In der Diskussionsrunde zum Erweiterungsbau Roosen wollte ein Bürger wissen, für wie lange die neuen Räume reichen. Josef Wyss sagte, dass der Schulrat heute von etwa zehn Jahren ausgehe. Nach heutigem Wissen würden bis 2015 174 Kinder die Schule besuchen. Der Platz reiche für etwa 215 Kinder. «Zurzeit sind in Lüchingen etwa 100 Wohnungen im Bau. Es ist schwer vorherzusagen, wie viele Kinder mehr dies bedeuten wird», betonte Wyss. Alle 66 Stimmberechtigten schliesslich nahmen den Antrag des Schulrates an.

Finanzen kein Thema

Ginge es nach dem Willen des Primarschulrates, könnte der Anbau im «Roosen» bereits nach den Herbstferien bezogen werden. Schulratspräsident Josef Wyss sagte, dass die Bauausführung von August bis November vorgesehen ist. Dieser Termin hänge aber davon ab, wie rasch der Anbau bewilligt werde. Im Anschluss informierte der Schulratspräsident über die Jahresrechnung 2012 und das Budget 2013. Im vergangenen Jahr wurden knapp 22 000 Franken weniger ausgegeben als budgetiert. Der Primarschulrat ging von einem Steuerbedarf von 2,26 Mio. Franken aus. Im laufenden Jahr rechnet der Rat mit einem um 126 475 Franken höheren Steuerbedarf als der im Budget 2012. Dies ist laut Josef Wyss auf die Kürzung der Kantons- und Bundesbeiträge an Sonderschulen zurückzuführen. Im Gegensatz zu den stufenbedingten Erhöhungen werde bei den Löhnen kein Teuerungsausgleich gewährt. Wie bereits zuvor hatten die Schulbürgerinnen und Schulbürger auch zum Thema Rechnung und Budget keine Lust zu diskutieren. Beides wurde einstimmig angenommen.

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