«Für die Betreuung der Kinder und Unterstützung beim Fernunterricht»: Schule Au-Heerbrugg dankt Eltern mit lehrreichem Geschenk

Alle Familien mit Schulkindern aus Au-Heerbrugg bekommen von der Schule ein Lehrmittel geschenkt. Damit will sie den Eltern danken, die während der Coronazeit ihre Kinder zuhause betreut haben.

Gert Bruderer
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Schulpräsident Christian Stricker: «Die Schule dankt den Eltern mit diesem Buch.»

Schulpräsident Christian Stricker: «Die Schule dankt den Eltern mit diesem Buch.»

Bild: gb

Es handelt sich um ein besonderes Lehrmittel, wie es normalerweise nur Lehrkräfte erhalten. Doch von diesem Buch bekommt jeder Haushalt mit mindestens einem Kind in einer der ersten sechs Klassen ein Exemplar. «Spielend lernen 1» lautet der Titel.

Viel zusätzliche Betreuungsarbeit geleistet

Die Spielesammlung versteht die Schule als Zeichen des Danks an die Eltern. Denn in den letzten Wochen hatten sie «viel zusätzliche Betreuungsarbeit zu leisten», wie es in einem Elternbrief heisst. Gerade in der letzten Zeit sei einem die Wichtigkeit des Spielens wieder einmal eindringlich ins Bewusstsein gerufen worden, sagt Schulpräsident Christian Stricker.

Gegenwärtig wird in der Primarschule Au-Heerbrugg in Halbklassen unterrichtet, ab Montag, 8. Juni, findet der Unterricht wieder in normalen Klassen statt. Die Zeit des dauerhaften Fernunterrichts auf allen Stufen ist somit überstanden.

Fernunterricht rasch möglich gemacht

Christian Stricker ist zufrieden. Mit viel Kreativität und Engagement hätten die Lehrerinnen und Lehrer bewiesen, dass Fernunterricht innert kürzester Zeit möglich ist.

Dabei sei die Ausgangslage gerade bei den jüngeren Kindern besonders anforderungsreich gewesen. Denn die Kommunikation und die Erteilung von Arbeitsaufträgen lief über die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.

So seien die Lehrpersonen mehr denn je auf die Bereitschaft zu gedeihlichem Zusammenwirken angewiesen gewesen. Bei einem Grossteil der Eltern habe diese Zusammenarbeit ausgezeichnet funktioniert, bilanziert die Schule.

Nachtragskredit fürs Geschenk gesprochen

«Als Dankeschön an die Eltern für die Betreuung der Kinder sowie die mehrheitlich grosse Unterstützung beim Fernunterricht» hat der Schulrat ein Lehrmittel des in Au lebenden Josef Schachtler ausgewählt, der schon eine lange Reihe solcher Arbeitsmittel publiziert hat. Weil die Spielesammlung nicht im Budget enthalten ist, hat der Schulrat einen Nachtragskredit von 10'000 Franken gesprochen.

«Spielend lernen 1» ist methodisch wie didaktisch aufgebaut, gut strukturiert und von der ersten bis sechsten Klasse für die innere Differenzierung gut einsetzbar. Das Lernen und Spielen sind als Einzel- und als Gruppenarbeit möglich. Zudem können die Fremdsprachen Englisch und Französisch spielerisch eingesetzt und geübt werden.

Indem die Schule das Lehrmittel ausnahmsweise nicht nur den Lehrerinnen und Lehrern abgibt, sondern auch den Familien, kann das Buch nach Belieben auch daheim verwendet werden, was mit reichlich Vergnügen verbunden sein kann.

Im Kindergarten allerdings bekommen «nur» die Lehrpersonen das Buch, ausserdem gehen pro Kindergarten zwei Exemplare in die Bibliothek. Die Eltern der Kleinsten erhalten statt des Lehrmittels ein sehr persönliches Geschenk von ihren Kindern: Alle haben als Zeichen des Danks ein Pflanzentöpfli hergestellt und bepflanzt.