Schul-Konkurs kommt vor Gericht

FRAUENFELD. Kurz vor Beginn des Schuljahrs ging die Neue Schule Frauenfeld (NSF) im Sommer 2005 zu. Unter Hinterlassung eines Schuldenbergs tauchte der Inhaber der Privatschule einige Wochen unter. Nun kommt er vor Gericht. Das Bezirksgericht Frauenfeld hat die Verhandlung auf den 21. und 22.

Merken
Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Kurz vor Beginn des Schuljahrs ging die Neue Schule Frauenfeld (NSF) im Sommer 2005 zu. Unter Hinterlassung eines Schuldenbergs tauchte der Inhaber der Privatschule einige Wochen unter. Nun kommt er vor Gericht. Das Bezirksgericht Frauenfeld hat die Verhandlung auf den 21. und 22. November angesetzt. Die Liste der angeklagten Delikte ist lang: Sie reicht von Betrug, Nötigung und betrügerischem Konkurs bis zu Urkundenfälschung und Pfändungsbetrug – alles mehrfach begangen. Dazu kommen Geldwäscherei und Erschleichen von AHV-Ergänzungsleistungen.

Zu wenig Personal

Als Privatkläger treten 18 Personen und Institutionen auf. Staatsanwalt Urs Wiedemann erklärt die lange Verfahrensdauer mit Personalmangel. Der Fall stamme aus der Zeit vor der Neuorganisation der Strafverfolgung 2011, als «zu wenige Leute zu viele Fälle» bearbeiteten. Inzwischen sei die Abteilung für Wirtschaftsdelikte von zwei auf sechs Personen aufgestockt worden. Die 60 NSF-Schüler erhielten damals das Angebot, zur Schule für Beruf und Weiterbildung (SBW) zu wechseln. Etliche Eltern lehnten den SBW-Stil ab und gründeten die Neue Schule Thurgau. Diese führte den Unterricht an der Schmidgasse 7 weiter. 2010 musste sie mangels Nachfrage schliessen.

Schulhaus übernommen

Die SBW übernahm dabei das Schulhaus und bot den 15 verbliebenen Schülern an, zu ihr zu wechseln. (wu)