Schützenwiese-Verträge geändert

KRIESSERN. Vor drei Jahren haben die Kriessner Ortsbürger grünes Licht für den Verkauf der Schützenwiese gegeben. Dieses Jahr stimmen sie noch einmal über dasselbe Geschäft ab: Der Kanton verlangte die Abparzellierung einer Reservefläche.

Max Tinner
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Industrie- und Gewerbeüberbauung Schützenwiese: An die 600 Arbeitsplätze kommen dank ihr nach Kriessern. (Bild: Max Tinner)

Industrie- und Gewerbeüberbauung Schützenwiese: An die 600 Arbeitsplätze kommen dank ihr nach Kriessern. (Bild: Max Tinner)

KRIESSERN. Die Baustelle bei der Autobahnausfahrt Kriessern ist womöglich die derzeit grösste im Rheintal. 180 Meter lang wird der Gebäudekörper. 23 000 m2 Produktions- und Bürofläche für Menzi Muck, SwissQPrint, Dietsche Montageprofis, einen Handwerker-Shop von SFS Unimarket und eine Ärzte-Gemeinschaftspraxis entstehen im Gewerbepark Schützenwiese.

Formale Gründe

Der Boden, auf dem gebaut wird, hat der Ortsgemeinde Kriessern gehört, bevor sie ihn der Urban Dietsche und Söhne AG verkauft hat. Die Ortsbürgerversammlung hat dem Geschäft 2011 zugestimmt. Obwohl bereits gebaut wird, was das Zeug hält, werden die Ortsbürger heute in einer Woche erneut über das Geschäft zu befinden haben. «Das hat formale Gründe», erklärt Ortsgemeindepräsident Markus Lüchinger. Nötig wird diese zweite Abstimmung, weil der Kanton nur jenen Teil des Grundstücks umgezont hat, der jetzt tatsächlich überbaut wird. Das sind knapp 21 300 m2. Die restlichen 4000 m2, die die Urban Dietsche und Söhne AG als Reserve für künftige Erweiterungen vorgesehen hat, musste man abparzellieren. Als Konsequenz daraus wurde auch nur die nun vom Kanton eingezonte Fläche verkauft.

Kaufvertrag für Reservefläche

Für die Reservefläche hat der Ortsverwaltungsrat mit der Urban Dietsche und Söhne AG einen Kaufrechtsvertrag abgeschlossen. In der Vereinbarung werden der Firma die gut 4000 m2 Boden reserviert, bis sie erweitern möchte. Dann wird sie die Fläche zum selben Quadratmeterpreis von 165 Franken kaufen können, den sie auch für die bereits übernommene Fläche bezahlt hat. Weil die Ortsbürger dem Verkauf dieser Fläche im Prinzip vor drei Jahren schon zugestimmt haben, betrachtet der Ortsverwaltungsrat die erneute Vorlage als Formsache. «Wir machen das, damit alles seine Richtigkeit hat und die effektiven Verträge abgesegnet sind», sagt Markus Lüchinger.