Schnellste Runde und Bronze für den Thaler Thomas Litscher

Zum WM-Auftakt in Leogang, Österreich ist die Schweizer Staffel nach drei WM-Titeln in Serie von Frankreich abgelöst worden. Auch Italien klassierte sich vor der Schweiz, die ohne Jolanda Neff und Nino Schurter antrat.

Yves Solenthaler
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Thomas Litscher gewinnt seine fünfte Staffel-Medaille.

Thomas Litscher gewinnt seine fünfte Staffel-Medaille.

Archivbild: Yves Solenthaler

Für den Bündner kam der 31-jährige Thaler Thomas Litscher zum Einsatz. Er hat schon vier WM-Medaillen im Team Realy gewonnen, darunter zwei goldene, die letzte datiert allerdings von 2011. In diesem Jahr bestand die WM-Staffel erstmals aus je drei Fahrerinnen und Fahrern, jeweils einer bzw. eine pro Altersklasse (U19, U21, Elite). Die Teams können die Reihenfolge frei wählen – was tak­tische Möglichkeiten bietet und den Rennverlauf verwirrend macht. So lag gestern vor der letzten Runde Österreich in Führung, das aber im Gegensatz zu den anderen Spitzenteams eine Frau auf die letzte Runde schickte – und noch auf den fünften Rang zurückfiel.

Vom elften auf den dritten Platz gefahren

Litscher bestritt die zweite Ablösung. Junior Luke Wiedmann hatte gegen viele Männer und U23-Fahrer auf dem elften Platz gelegen. «Ich hatte nicht erwartet, dass ich von zuhinterst losfahren muss», sagt Litscher. Obschon er zweimal beim Überholen im Single Trail aufgehalten wurde, erreichte er mit 13:32 Minuten die schnellste Rundenzeit des Tages, 10 Sekunden vor dem Franzosen Jordan Sarrou (allerdings starteten viele Elite-Männer in der kürzeren Einführungsrunde. Dank Litschers Aufholjagd verbesserte sich die Schweiz auf den dritten Rang. Zwischenzeitlich fiel sie auf den siebten Platz zurück, aber U23-Fahrer Alexandre Balmer führte Rot-Weiss auf den Medaillenplatz zurück. Bei den Frauen fuhren Sina Frei (Elite), Noëlle Burri (U23) und Elisa Alvarez (U19) für Swiss Cycling.

U23-Fahrerin als die mit Abstand schnellste Frau

Der Sieg von Frankreich – mit U23-Fahrerin Loana Lecomte als deutlich schnellste Frau – war nie gefährdet. Im Ziel lag die Grande Nation 1:35 Minuten vor Italien und über zwei Minuten vor der Schweiz. Vierte wurde die USA mit weiteren 50 Sekunden Rückstand.