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Rheinstrasse: Schneller als der Zoll erlaubt

Der Verkehr beim Zoll Wiesenrain nimmt zu. Weil dort der Veloweg die Rheinstrasse quert, kommt es immer wieder zu brenzligen Begegnungen zwischen Velofahrern und Automobilisten.
Kurt Latzer
Der Veloweg von Au in Richtung Diepoldsau quert beim Zoll Wiesenrain die Rheinstrasse. Trotz des Schildes «Zoll/Douane» sind Autofahrer, die den Grenzübergang Widnau – Lustenau benutzen, meist unerlaubt schnell unterwegs. (Bild: Bilder: Kurt Latzer)

Der Veloweg von Au in Richtung Diepoldsau quert beim Zoll Wiesenrain die Rheinstrasse. Trotz des Schildes «Zoll/Douane» sind Autofahrer, die den Grenzübergang Widnau – Lustenau benutzen, meist unerlaubt schnell unterwegs. (Bild: Bilder: Kurt Latzer)

Kürzlich, bei einem Fototermin im Rheinvorland, kam die «gefährliche Kreuzung» zur Sprache, verbunden mit der Bitte, die Situation beim Widnauer Zollgebäude eine Weile zu beobachten. Ein Anwohner sagte: «Die Autofahrer kommen viel zu schnell daher.» Keine fünf Minuten später ärgerten sich gleichenorts zwei Velofahrer über «die Raser». Fazit nach knapp einer Stunde: Ja, es passieren viele Autos den Grenzübergang, ja, es wird zu schnell gefahren. Was viele Verkehrsteilnehmer anscheinend nicht wissen: «Ab der Tafel ‹Zoll/Douane› gilt immer Tempo 20», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Das bedeutet: So manch eine Autolenkerin oder ein Autolenker wären den Führerausweis los gewesen, hätte anstatt des Redaktors ein Radar- gerät auf Höhe des Restaurants Habsburg gestanden.

Verkehrsteilnehmer aus allen Richtungen

Die Widnauer Gemeindeverwaltung kennt das Problem. «Je nach Verkehrsaufkommen wird zum Teil zu schnell gefahren. Aber auch die Velofahrer queren die Strasse sehr zügig», sagt Eric Pasche, Leiter des Bauamtes Widnau. Je nach Witterung herrsche zwischen dem Widnauer Zoll und dem Restaurant Habsburg sehr reger Betrieb. «Fussgänger, Rollerblades, Velofahrer, motorisierter Verkehr, Berufsverkehr, Freizeitverkehr, Bus, Zoll: Viele Verkehrsteilnehmer kommen dort aus sämtlichen Himmelsrichtungen zusammen», sagt der Bauamtsleiter.

Eigentlich sollten die Verkehrsregeln bekannt sein – Tempolimit auf der Rheinstrasse wegen des Zolls und «gelbe Haifischzähne» (kein Vortritt) für die Benützerinnen und Benützer des Veloweges. «Wir können auf die Schnelle keine Lösung präsentieren, wie die Autofahrer auf eine Temporeduktion oder auf Velofahrer aufmerksam gemacht werden können», sagt Eric Pasche.

Bauliche Massnahmen müsste Gemeinde abklären

Ob baulich eine sinnvolle Lösung realisiert werden kann oder ob zusätzlich zu den vorhandenen Verkehrsschildern eine weitere Tafel (Tempo 20 km/h) aufgestellt werden solle, müsse man zuerst prüfen. Von Velofahrern wurden neben den «Rasern» die Sichtverhältnisse bemängelt. Müsste man die verbessern? «Der offizielle Veloweg aus Richtung Au führt direkt vor dem Zollhaus vorbei, also etwa 15 Meter entfernt von einer Hecke. Beim Veloweg ist die Sicht ausreichend frei. Das Strässchen unmittelbar bei der Hecke ist eine private Hofzufahrt sowie der Bewirtschaftungsweg ins Rheinvorland, aber nicht der Veloweg», sagt der Widnauer Bauamtsleiter.

Nach Ansicht eines Velofahrers und eines Anwohners gäbe es eine «ganz einfache Lösung», nämlich asphaltierte Schwellen, wie beim Grenzübergang Diepoldsau – Hohenems. Einige Leute favorisieren «eine viel einträglichere Variante», das Aufstellen eines Radarkastens.

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