Schnell aus der Abstiegszone

Au-Berneck hat eine enttäuschende Vorrunde hinter sich. Mit einer neuen Abwehr will Trainer Wildhaber schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Yves Solenthaler
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Neue Degern-Kicker (v.l.): Manuel Fisch, Danijel Agatic, Mensur Camavdic, Esmedin Kabashi und Sezer Bingöl. (Bild: ys)

Neue Degern-Kicker (v.l.): Manuel Fisch, Danijel Agatic, Mensur Camavdic, Esmedin Kabashi und Sezer Bingöl. (Bild: ys)

FC Au-Berneck. Nach dem zweiten Platz 08/09 hatte man sich auf der Degern die zweite Saison in der höchsten Regionalliga anders vorgestellt: Nach der Hälfte liegt man vom zweiten Platz zwölf Punkte entfernt, hat jedoch nur zwei Einheiten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Vier neue Verteidiger

«Im Gegensatz zu vielen anderen im Umfeld bin ich von Anfang an von einer Übergangssaison ausgegangen», sagt Wildhaber. Er verweist darauf, dass dem Team die Verteidigung mit Fernandez, Roccia und Memeti weggebrochen ist.

Auf die Rückserie sollte dieser Ausfall nun kompensiert worden sein: Manuel Fisch (Diepoldsau), Besart Shoshi, Sezer Bingöl (beide Hohenems) und Mensur Camavdic (Heiden) sind lauter defensive Spieler. Vorne sollten Esmedin Kabashi (Mäder) und Danijel Agatic (Herisau) für Wirbel sorgen. Die drei aus Vorarlberg geholten Spieler kommen ursprünglich aus dem FC St. Margrethen. Reaktiviert worden ist zudem Goalie Slavko Klaric, womit der Zweikampf um die Nummer 1 eröffnet ist.

Wildhaber sagt dazu: «Bei mir gibt es keine klaren Hierarchien. Zu Beginn wird aber sicher Guido Widrig im Tor stehen, weil Klaric an Ostern abwesend ist.» Die Neuen seien ausnahmslos «gute Typen. Und ich hoffe, dass sie unsere Qualität steigern.» Die Mannschaft verlassen haben im Winter Peter Züblin (St. Margrethen), Gianni Catalano (Rheineck), Antonio Liberatore (Widnau II), Edip Saiti (?), Rinon Memeti (Rücktritt) sowie Andreas Wetli und Pascal Lichtenstern (beide Au-Berneck II).

Schmerzlich vermisst wird Marc Batliner. Der Liechtensteiner U21-Internationale hatte bereits die Vorrunde verpasst und fällt mit einem Fussbruch auch in der Rückrunde aus.

Die Vorbereitung sei gut verlaufen, im Gegensatz zum Sommer mit weniger Absenzen. Wildhaber hofft, wieder möglichst oft auf Naturrasen trainieren zu können: «Die Umstellung vom Plastik auf Erde ist vor allem vom Kopf her schwierig.»

Harte Zeit erlebt

Nach der verunglückten Vorrunde will Wildhaber so schnell wie möglich den Abstiegsbereich verlassen: «So kann der Verein die nächste Saison planen.» Ob er dann immer noch Trainer sein wird, ist offen. Der Vorrunde gewinnt er etwas Positives ab: «Die Spieler haben nach erfolgreichen Jahren eine harte Zeit erlebt und gesehen, dass sich Spiele nur mit hundertprozentigem Einsatz gewinnen lassen.»

Samstag, 17 Uhr, Degern

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