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Schmerzen in Perlen verwandeln

Weit über 100 Frauen nahmen im Saal des Hotels Sonne in Altstätten am Frühstückstreffen mit dem Thema «Das Wunder der Perle» teil. Als Referentin sprach die evangelische Pfarrerin Sabine Herold.
Die Referentin, die evangelisch-reformierte Pfarrerin Sabine Herold, befasste sich mit dem Thema «Vom Sandkorn zur Perle». (Bild: Rösli Zeller)

Die Referentin, die evangelisch-reformierte Pfarrerin Sabine Herold, befasste sich mit dem Thema «Vom Sandkorn zur Perle». (Bild: Rösli Zeller)

ALTSTÄTTEN. Der «Sonnen»-Saal war am Samstagvormittag Begegnungs- und Weiterbildungsraum für Frauen aller Generationen. Perlen, Muscheln, Sand und Schwemmholz bildeten die kunstvolle Dekoration auf den Tischen und der Bühne. Mit Harfenmusik, dem Lebensbericht der Sozialpädagogin Sandra Berger und einem reichhaltigen Frühstück wurde auf das Referat eingestimmt.

Manuela Imlig begrüsste im Namen der Teamfrauen der Frühstückstreffen und führte durch die Tagung.

Vom Sandkorn zur Perle

Wie aus Sandkörnern Perlen entstehen können, zeigte Sandra Berger auf. Sie erzählte aus ihrem Leben, in dem es – wie in jedem Leben – Situationen gab, denen man nicht ausweichen kann. Den vielen Zweifeln und Tränen zum Trotz, fand sie bei Gott Trost, Zuversicht, Hoffnung und Mut, das Leben mit all den Sandkörnern anzupacken. Das auferlegte Schicksal anzunehmen, brauchte für die Sozialpädagogin und Mutter von Pflegekindern Zeit. «Gott hat mein Bitten gehört. Aber Zweifel sind trotzdem geblieben», gab sie unverblümt zu. Wenn das Geschehene geleugnet oder gar verdrängt werde, stelle man sich der auferlegten Situation nicht. Es gelte, den Schmerz genauso zuzulassen wie die Wahrheit, denn es sei nie zu spät, um mit dem Perlen-Wachstum zu beginnen. «Nimm den Schmerz, das Sandkorn, in deinem Leben an, integriere ihn in deine Biographie», sagt die Referentin Sabine Herold.

Zur Perle werden

Wie eine Perle in der Muschel entsteht, nämlich nur durch tiefen Schmerz, durch Veränderung, durch das Zulassen des Sandkorns in der Muschelschale, so können im Leben jedes Menschen Perlen wachsen. Perlen wachsen weder in der Muschel noch im Menschen von heute auf morgen, bei beiden braucht es Zeit, Annahme des Eindringlings, des Schmerzhaften. Eine Perle entsteht im Zeitraum von zehn bis 50 Jahren. Der Mensch birgt in sich trotz harter Schale einen weichen Kern. Die Abwehrmechanismen schützen das Innere, wo einzigartige Ressourcen vorhanden sind. «Sandkörner, oftmals wie Sand am Meer, gibt es in jedem Leben», sagt die evangelische Pfarrerin. Es ist wichtig, dass sich der Mensch mit der Frage befasst, woraus seine Sandkörner bestehen.

Das Verleugnen und Verdrängen lasse den Schmerz, das Unerträgliche nur noch grösser werden. Durch die Wahrheit, dem Dazustehen, könne dem eigenen Leben neue Qualität geschenkt werden. Denn selbst aus grossem Schmerz, tiefen Verletzungen könne Starkes wachsen. «Nur was angenommen wird, kann verwandelt werden. Es ist nie zu spät, mit dem Perlenwachstum zu beginnen», ermunterte die Referentin die über 100 Frauen. (rz)

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