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Schluss mit der Internet-Sucht

RHEINTAL. Heute ist der zehnte internationale Internet-Tag. Seit Mitte der 90er-Jahre etablierte sich das Internet mit dem World Wide Web zunehmend als Standard für die Verbreitung von Informationen jeglicher Art.
Wer sich kaum mehr vom Computer lösen kann, hat ein Problem. (Bild: pd)

Wer sich kaum mehr vom Computer lösen kann, hat ein Problem. (Bild: pd)

In der Anfangszeit war vor allem die Kommunikation per E-Mail ausschlaggebend. Mittlerweile kann man telefonieren, fernsehen, Spiele spielen, online einkaufen usw. Jedoch gibt es auch im Internet Inhalte mit Gefährdungspotenzial für eine Sucht. Bestimmte Angebote im Internet haben das Potenzial, Nutzende stark an sich zu binden – Online-Games (betroffen sind vor allem männliche Jugendliche) und Online-Kommunikation (zum Beispiel Chats, betroffen sind besonders Frauen).

Zahlen und Fakten

Der Anteil der Personen, die ein Abhängigkeitsproblem mit der Nutzung von Internet-Angeboten haben, ist schwer zu bestimmen. Eine Schätzung, die sich auf eine in der Schweiz durchgeführte Studie stützt, geht davon aus, dass hierzulande ungefähr 70 000 Personen onlinesüchtig und 110 000 gefährdet sind. Online-Süchtige verbringen durchschnittlich 35 Stunden pro Woche ausserberuflich im Netz.

Konsumrisiken erkennen

Genuss: Es gibt vieles, was man geniessen kann im Internet: E-Mails schreiben, Musik hören, Filme ansehen, Chatten, Skypen, Shoppen usw.

Geniessen heisst etwas tun, was einem Spass macht und ein gutes Gefühl gibt. Man tut es freiwillig.

Missbrauch: Jemand kauft ein neues T-Shirt aus lauter Frust über eine schlechte Nachricht. Andere sitzen am Wochenende vor dem Computer, obwohl sie sich mit ihren Freunden treffen wollten. Im Moment hilft das Online-Game, Frust zu vergessen, das Fernsehen hilft beim Abschalten und Entspannen.

Kommt ein solches Verhalten regelmässig vor und dient es dazu, Konflikten oder sonst unangenehmen Situationen/Gefühlen auszuweichen oder diese zu vergessen, kann dieses Verhalten zur Gewohnheit und somit gefährlich werden.

Gewöhnung heisst, dass etwas immer wieder getan wird. Der Betreffende kann nicht mehr ohne weiteres davon lassen. Tägliches Chatten über Stunden, Online-Gamen bis tief in die Nacht hinein. Der Knopf zum Einschalten des Computers geht ganz automatisch an. Am Ende ist man erstaunt, dass die Zeit vor dem PC schon wieder so schnell vergangen ist.

Sucht: Der abhängige Mensch kann nicht mehr frei entscheiden, ob er konsumieren möchte oder nicht. Die Ausübung der Suchttätigkeit wird zum Zwang. Eine seelische und meist auch körperliche Abhängigkeit hat sich eingestellt.

Ist jemand zu oft im Internet und möchte sie oder er den Konsum beenden oder reduzieren, helfen ihm die Suchtberatungsstellen gerne weiter. Die Berater unterstehen der Schweigepflicht und beraten unentgeltlich.

Suchtberatung Soziale Dienste Mittelrheintal, Widnauerstrasse 8, 9435 Heerbrugg, Tel. 071 727 20 12 www.s-d-m.ch Suchtberatung Oberes Rheintal, Wiesentalstrasse 1a, 9450 Altstätten, Telefon 071 757 78 60 www.suchtberatung-or.ch

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