Schindelmachern über die Schulter schauen

KOBELWIES. Über 12 000 Schindeln spaltet Ernst Kobler während der nächsten Wochen aus dem Holz einer ob Kobelwald geschlagenen Lärche. Sie sind für die Kapelle neben seinem Elternhaus im Weiler Hard bestimmt, wo ein Specht den Schindelschirm am Turm arg in Mitleidenschaft gezogen hat.

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Bild: Max Tinner

Bild: Max Tinner

KOBELWIES. Über 12 000 Schindeln spaltet Ernst Kobler während der nächsten Wochen aus dem Holz einer ob Kobelwald geschlagenen Lärche. Sie sind für die Kapelle neben seinem Elternhaus im Weiler Hard bestimmt, wo ein Specht den Schindelschirm am Turm arg in Mitleidenschaft gezogen hat. Holzschindeln werden heute nur noch selten gebraucht und noch seltener werden sie von Hand gespalten. «Eine solche Arbeit kann man vielleicht einmal im Leben machen», sagt Ernst Kobler, «umso motivierender ist sie.» Er und sein Bruder Daniel Kobler schätzen solch altes Handwerk sehr, wovon man sich selber überzeugen kann: Heute Freitag von 16.30 bis 20 Uhr kann man den Schindelmachern in ihrer Werkstatt bei Holzbau Kobler in Kobelwies bei einem «Schendla-Apéro» über die Schultern schauen. (mt)