SCHIESSEN: Zahnarzt war der beste Schütze

Ralph Pagotto dominierte das Endschiessen der Schwarzpulver-Schützen Altstätten. Inge Grad war die beste Frau.

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Einige Kategoriensieger (von links): Beat Thöny (Triesen), Inge Grad (Thal), Peter Palm (Sulz), Denys Gianora (Lugano), Peter Heintz (Montagnola), Ralph Pagotto (Rheineck) und Rainer Vorburger (Altstätten). (Bild: MH)

Einige Kategoriensieger (von links): Beat Thöny (Triesen), Inge Grad (Thal), Peter Palm (Sulz), Denys Gianora (Lugano), Peter Heintz (Montagnola), Ralph Pagotto (Rheineck) und Rainer Vorburger (Altstätten). (Bild: MH)

Kürzlich fand im Hädler das Endschiessen der Schwarzpulver-Schützen statt. Die Organisatoren Benno Büchel und Albert Seitz wurden mit einer erfreulichen Beteiligung überrascht. Geschossen wurden vier Stiche mit teils historischen Waffen. Einzig im Jagdstich auf einen laufenden jungen Keiler war ein modernes Gewehr erlaubt.

Gut 50 der rund 270 Mitglieder der SPS Altstätten, die sich über die halbe Ostschweiz verteilen, hatten sich am Samstag zu einem gemütlichen und kollegialen Schiessen eingefunden. Da­runter auch fünf Kollegen und Mitglieder aus dem Tessin. Mit den Ticinesi verbindet die Rheintaler eine enge Freundschaft, bei der regelmässig gegenseitige Besuche auf dem Programm stehen.

Die Tessiner haben sich vor allem durch gute Resultate im Endschiessenstich bemerkbar gemacht, wo mit verschiedenen historischen Büchsen geschossen wurde. In den drei Hauptdisziplinen, dem Jagd-, dem Revolver- und dem Hinterladerstich, dominierten jedoch die einheimischen Schützen.

Ralph Pagotto gewinnt gleich in zwei Kategorien

Allen voran Ralph Pagotto, der mit 30 Punkten den Jagd- und mit 50 Zählern den Hinterladerstich für sich entschied. Besonders der Jagdstich war spannend, denn die drei Besten schossen jeweils 30 Punkte. Pagotto in vier Passen dreimal 30 und einmal 29 Punkte. Die zweit- und drittplatzierten Rainer Vorburger und Fabian Buff schossen in einem Versuch jeweils das Punktemaximum.

Das gleiche Bild ergab sich im Revolverstich, wo Beat Thöny, Herbert Grad und Erich Maier je 25 Punkte erzielten. In diesem Stich entschieden die mehr erzielten Fünfer über den Rang.

Knapp war auch der Ordonanzstich. Pagotto siegte mit dem Maximum von 50 Punkten vor Günter Linder, 49 Punkte, und Wolfgang Selb, 48 Punkte.

Dass auch Frauen mit Vorderlader-Büchsen umgehen können, bewies Inge Grad. Die Thalerin siegte in der Kategorie Walkyrie und gab ihrem Mann Herbert für einmal das Nachsehen. Der Vize-Europameister musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Nebst Preisen von einem Gabentisch wurden den Teilnehmern von der Schützenbeizli-Wirtin Silvia Schneider die obligate Gerstensuppe und vom Verein ein einfaches Nachtessen offeriert. Ein paar gesellige Stunden waren inbegriffen.

Zum Saisonabschluss findet am 16. Dezember nun noch das schon legendäre Barbaraschiessen statt, an dem wieder Prominenz aus Politik, Armee und dem Schiesswesen teilnimmt. (MH)