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SCHIESSEN: Schützen huldigten der heiligen Barbara

Am Samstag fand bei den Vorderladerschützen das 19. Barbaraschiessen statt. Über 30 Gastschützen huldigten der Schutzpatronin der Mineure und Feuerwerker.
Am beliebtesten war das Schiessen mit der kurzen Modellkanone, mit der auch am besten getroffen wurde. (Bild: pd)

Am beliebtesten war das Schiessen mit der kurzen Modellkanone, mit der auch am besten getroffen wurde. (Bild: pd)

Die über 30 Neulinge des auf 40 Teilnehmer beschränkten Vorderladerschiessens, die von Mario Margadant, Ex Präsident der Vorderladerschützen Schweiz eingeladen wurden, hatten sich das 19. Gedenkschiessen wohl angenehmer vorgestellt, als es mit dem dichten Schneetreiben war, das am Samstag herrschte. Trotzdem war eine lockere Stimmung unter den Geladenen – grösstenteils solche, die vom ­Vorderladerschiessen wenig oder gar keine Ahnung hatten. Diese Gäste hatten den Weg in den Alt­stätter Hädler aus den Kantonen St. Gallen, beider Appenzell, Thurgau, Graubünden und Luzern gefunden. Unter anderem waren dies Oberst Sabin Weyermann aus Luzern, Jöri Kaufmann, Eidg. Schiessoffizier aus Chur, Marius Birrer, Tierarzt aus Waldstatt. Melchior Looser, alt Landesfähnrich, KSVAI, Oberegg oder Bruno Preisig, Kantonalpräsident des Ausserrhoder Schützenverband. «Leider haben mir über zehn Personen abgesagt, weil sie verhindert waren, sie sagten mir aber bereits auf nächstes Jahr zu», sagte Margadant.

Die Gäste schossen besser als die Einheimischen

Aus der Region dabei waren Josef Dürr, Präsident IG St. Galler Sportverbände aus Gams, Rebsteins Gemeindepräsident Andreas Eggenberger, Robert Willi, Landwirt und Pferdepension Krummensee Balgach, und Jens Junkert, Önologe und Geschäftsführer Haubensak AG, Altstätten. Eggenberger und Willi schossen zwar nicht um den Sieg mit, la-gen aber fast gleich auf, der Gemeindepräsident erzielte 37, der Landwirt 36 Punkte. Auch der Önologe und Sportpräsident scheiterte an den Tücken der historischen Gewehre. Gewonnen hat das Gedenkschiessen mit 53 Punkten Hans Appenzeller, alt Gemeindepräsident aus Sax, vor dem punktegleichen Christian Kühnis, Vorstand im Bündner Schützenverein, Davos, und Bernhard Lampert, Zentralprä­sident VSSV aus Jenins.

Einführung in die Kunst des Schwarzpulverschiessens

Vor dem Schiessen wurden die Vorderladerneulinge in einem Schnellkurs vom mehrfachen EM- und WM-Gewinner im Vorderladerschiessen, dem Altstätter Benno Büchel, in das ABC des Schwarzpulverschiessens eingeweiht. Dieser Kurs beinhaltete Informationen zur heiligen Barbara, die angeblich von ihrem Vater misshandelt und sogar geköpft wurde, weil sie ihr Leben Jesus Christus widmen wollte, statt ihrem Vater zu gehorchen und zu heiraten. Gewehrkunde und das Giessen einer Bleikugel gehörten ebenso dazu wie Tipps, um besser zu treffen. Die Gäste sind zwar mehrheitlich Mitglieder von Schützenvereinen, aber im Umgang mit historischen Waffen ungeübt. Dieses Mal wurden keine Bilderscheiben vergeben, weil der Maler dieser Scheiben vor Kurzem gestorben ist. Willi Aregger, alt Präsident der VSVS und Gestalter dieser Ehrenscheiben, wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Organisator Mario Margadant hofft, dass er bis zum 20. Barbaraschiessen einen Maler für solche Scheiben findet, denn ohne diese ist es nicht mehr das Gleiche. (mäx)

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