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SCHIESSEN: Alte Hasen und treue Hunde erlegen die Sau

95 Schützen beteiligten sich am Silvesterschiessen des FSV Oberriet auf die Sauscheibe. Bei leichtem Schneefall im 300-Meter-Stand spielte ein Routinier seine Erfahrung aus: Walter Nüesch vom SV Rebstein-Balgach siegte vor Patrick Sprenger.
Yves Solenthaler
Trafen den «Keiler links laufend» am besten (v. l.): Patrick Sprenger (2. Platz), Walter Nüesch (Sieger), Gian Sprenger (bester Jungschütze), Andreas Hausamann (3.) und Rolf Braun (4. Platz). (Bild: Yves Solenthaler)

Trafen den «Keiler links laufend» am besten (v. l.): Patrick Sprenger (2. Platz), Walter Nüesch (Sieger), Gian Sprenger (bester Jungschütze), Andreas Hausamann (3.) und Rolf Braun (4. Platz). (Bild: Yves Solenthaler)

Yves Solenthaler

Als alle ihr Programm auf die Scheibe «Keiler links laufend» geschossen hatten, assen die vielen Schützen und wenigen Schützinnen den zum Anlass gehö­renden Schwartenmagen in der komfortablen Schützenstube in Oberriet.

Dann schritt Vereinspräsident Bruno Streule zum Rangverlesen, das im Schützenjargon Absenden heisst, und verteilte weitere Stücke vom Schwein: Grosse Specke für die zehn Besten, etwas kleinere für alle restlichen Schützen. Die Mitglieder des FSV Oberriet, die den ihnen vorbehaltenen Saustich schossen, erhielten Rippli. «Wir verwenden alle Stücke vom Schwein», sagte Peter Kretz, Aktuar und Ehrenpräsident des FSV Oberriet. Dieses Jahr hat der Metzger zwei Schweine fürs Silvesterschiessen geschlachtet.

Auch der Metzger bekam einen kleinen Speck

Dieser Fleischermeister, Lukas Zünd aus Oberriet, durfte einen kleinen Speck wieder heimnehmen; er wurde Siebzigster mit 18 Punkten. «Wer mit dem Speck nicht zufrieden ist, kann bei ihm reklamieren – aber erst im neuen Jahr, wenn seine Metzgerei wieder geöffnet ist», sagte Streule.

Er hatte beim Absenden für fast jeden der 92 Rangierten ein gutes Wort oder einen Spruch übrig. Drei Schützen vergassen offenbar, ihr Blatt abzugeben – oder sie schämten sich über ihr Resultat und verzichteten darauf, in der Rangliste zu erscheinen.

Nicht schämen musste sich Walter Nüesch vom Schützenverein Rebstein-Balgach. Der Schütze, der sich selbst einen «alten Hasen» nennt, siegte mit 39 Zählern im Jedermannstich vor dem punktgleichen Patrick Sprenger von der FSG Montlingen. Nüesch siegte im letzten Schiessen des Jahres, das seit 56 Jahren ausgetragen wird, schon zum zweiten Mal. Vor drei Jahren war er ebenfalls Zweiter: «Damals hatte ich aber einen Punkt mehr erzielt.»

Dass die Resultate der Spitzenschützen nicht so gut aus­fielen wie damals, könnte am Wetter gelegen haben: Leichter Schneefall beim Schützenzen­trum Blatten erschwerte den Teilnehmern die Sicht. Das Wetter ist bei den seltenen 300-m-Schiessen im Winter oft ein Faktor. Vor zwei Jahren mussten die Wettkämpfer des Oberrieter Silvesterschiessens wegen dichten Nebels gar auf die 10-Meter-Luftgewehrdistanz ausweichen.

Bruno Streule fuhr fort mit dem Absenden, in dem er sich selbst unter der Bezeichnung «chaibe Schnorri» bereits als Fünften aufrufen durfte, im internen Stich hatte der FSVO-Präsident gar gewonnen. Die Anwesenden erfuhren, dass sich der Sieger des kürzlichen Chlaus-Schiessens – Rolf Bürkler aus Reute – mit dem 17. Rang begnügen musste. Und der damalige Treffer der Pulverkiste – Thomas Hugentobler aus Montlingen – gar nur auf kümmerliche 14 Punkte kam. Streule erwähnte die Schützen mit langer Anreise – etwa den Sechstplatzierten Marianus Foppa aus Domat-Ems. Und einen Teilnehmer nannte er einen «treuen Hund».

Viele Stücke vom Schwein für Familie Sprenger

Zum ersten Mal am Silvesterschiessen war dagegen Gian Sprenger, der zwölfjährige Sohn des Zweitplatzierten. Mit 35 Punkten und dem 24. Rang war er bester Jungschütze. Dafür erhielt Gian Sprenger zusätzlich ein Extrastück vom Schwein.

Es wird in den nächsten Tagen also oft «Schwinigs» aufgetischt bei Familie Sprenger.

Silvesterschiessen in Oberriet

Jedermannstich: 1. Walter Nüesch (Balg­ach-Rebstein) 39 Punkte, 2. Patrick Sprenger (Montlingen) 39, 3. Andreas Hausamann (Arbon) 38, 4. Rolf Braun (St. Gallen) 38, 5. Bruno Streule (Oberriet) 38, 6. Marianus Foppa (Domat-Ems) 38, 7. Hans Graf (Oberriet) 38, 8. Bruno Bischoff (Heiden) 38, 9. Erwin Brugger (Wittenbach) 38, 10. Simon Baur (Eichenwies) 37.

Saustich (nur FSV Oberriet): 1. Bruno Streule, 2. Hans Graf, 3. Peter Kretz, 4. Pascal Wüst, 5. Elsbeth Köppel.

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