Scherben und kaputte Tür

Eine Feier von 14 Jugendlichen beim Auer Spielplatz Oberfahr ist am Donnerstagabend ausgeartet. Die Polizei hat dem Treiben bei ihrer routinemässigen Kontrolle ein Ende gesetzt.

Kurt Latzer
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Der Auer Ortsgemeindepräsident Arthur Messmer will keine Anzeige erstatten. Bianca Monticelli ist seit dem 6. Juni die neue Auer Dorfpolizistin. Sie hat sich vor Ort ein Bild von der Unordnung gemacht. (Bild: Kurt Latzer)

Der Auer Ortsgemeindepräsident Arthur Messmer will keine Anzeige erstatten. Bianca Monticelli ist seit dem 6. Juni die neue Auer Dorfpolizistin. Sie hat sich vor Ort ein Bild von der Unordnung gemacht. (Bild: Kurt Latzer)

AU. Remo Rech räumt die Hinterlassenschaft der Nacht zusammen: Zuerst die Scherben, dann die Dosen, die Zigarettenkippen und die restlichen Abfälle. Über die aufgewuchtete Tür eines angebauten Schuppens ärgert er sich nicht. Die vielen Scherben regen ihn mehr auf. «Meine Enkel würde ich hier ganz sicher nicht barfuss herumtollen lassen», sagt der engagierte Abwart der Ortsgemeinde Au.

Besen verbrannt

Während Reto Rech weitere Glasstücke einsammelt, machen sich Arthur Messmer, Präsident der Ortsgemeinde Au, und die neue Auer Dorfpolizistin Bianca Monticelli ein Bild von der Unordnung und der aufgebrochenen Tür. «Aus dem Schuppen haben die Jugendlichen ausser einem Besen nichts entwendet, zerstört haben sie auch nichts», stellt Messmer fest. Erwischt wurden die 15- und 16-Jährigen von Kollegen Bianca Monticellis. Sie hält das Protokoll in der Hand und schildert dem Ortsgemeindepräsidenten die Vorkommnisse des Vorabends. «Die Flammen in der Feuerstelle waren brusthoch», sagt sie, «den Besen haben sie verbrannt.»

Keine Anzeige

Die Namen der 14 Jugendlichen, die am Donnerstagabend dabei waren, seien bekannt. «Am schlimmsten sind die vielen Scherben», pflichtet der Auer Ortsgemeindepräsident gestern Vormittag Remo Rech bei. «Abgesehen von dem Vorfall von vergangener Nacht: Zerschlagenes Glas haben wir in letzten Zeit wieder häufiger», sagt Messmer. Den Vorfall mit den jungen Vandalen nimmt er gelassen. Deshalb sagt er der Dorfpolizistin, er wolle keine Anzeige erstatten. «Für die Jugendlichen finden wir auf unserem Spielplatz schon eine Fronarbeit», meint Arthur Messmer.

Rohel Jan hat gestern mit seinen Eltern und Freunden auf dem Spielplatz Oberfahr seinen zwölften Geburtstag gefeiert. «Die sind dumm, die hier Scherben verteilen», sagt er, «mit Barfusslaufen wird heute leider nichts.»