Schefer wird Zweiter im Pflotsch

LAUFSPORT. Beim dritten Lustenauer Crosslauf über 15 Kilometer stehen mit Thomas Summer aus Götzis sowie den beiden Dönnschtighüpfern Christoph Schefer und Stefan Schmauder neue, aber dennoch erwartete Namen an der Spitze.

Felix Benz
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Schneller Arzt in kurzen Hosen: Thomas Summer siegte in der Langdistanz beim dritten «Lustenauer» vor Christoph Schefer und Stefan Schmauder (von rechts). (Bild: Martin Steger)

Schneller Arzt in kurzen Hosen: Thomas Summer siegte in der Langdistanz beim dritten «Lustenauer» vor Christoph Schefer und Stefan Schmauder (von rechts). (Bild: Martin Steger)

Jakob Mayer aus Dornbirn, der bei den ersten beiden Crossläufen sowohl in der Kurz- als auch der Langdistanz siegreich war, startete beim dritten Lauf der sechsteiligen Serie nur noch über die Kurzdistanz. Die vier Kilometer gewann er wie erwartet mit grossem Vorsprung. Über 15 Kilometer stand damit schon vor dem Start fest, dass es einen neuen Sieger gibt und die Spannung betreffend Gesamtsieg über die Langdistanzen noch mindestens bis zum nächsten Rennen in zwei Wochen erhalten bleibt.

Schefer kämpft um den Sieg

92 Läuferinnen und Läufer haben sich für den Start zum Hauptrennen über fünf Runden entschieden. Eine erstaunlich grosse Zahl, denn das Terrain war in einem so schlechten Zustand wie noch selten. Der Regen hatte den vielen Schnee zu Eis und Pflotsch verwandelt. So kämpfte sich das Starterfeld durch knöcheltiefes Wasser, Morast und Dreck. Bei jedem Schritt bestand auf einigen Abschnitten eine ständige Rutsch- und Sturzgefahr. Am besten mit diesen extremen Bedingungen zurecht und damit am schnellsten über die Runden kamen der Götzner Thomas Summer und Christoph Schefer aus Lüchingen.

Donnschtighüpfer vs. Mila

Nachdem der derzeit schnellste Rheintaler Läufer nach der ersten Runde noch geführt hatte, musste Schefer den in kurzen Hosen laufenden Thomas Summer, von Beruf Arzt, bald schon ziehen lassen. Allerdings machte Schefer dem letztjährigen Lauf- und Gesamtsieger keine Geschenke. Auf der letzten Runde legte der Donnschtighüpfer noch seine letzten Energiereserven frei und reduzierte den Rückstand auf Sieger Summer bis auf knappe sieben Sekunden.

Im Rücken der beiden Spitzenläufer zeigte auch Stefan Schmauder, ein weiterer Vertreter der stark laufenden Donnschtighüpfer-Truppe, eine starke Leistung und lief auf Rang drei. Bei allen Crossläufen sind immer auch einige starke Mittwochläufer am Start. Die beiden Trainingsgruppen pflegen eine sehr freundschaftliche Beziehung untereinander, wobei im Wettkampf eine gesunde Rivalität auch spürbar ist. So legten sich auch die Milas tüchtig ins Zeug, und Ismael Albertin aus Marbach konnte sich als drittschnellster Rheintaler in Szene setzen. Dann folgt mit Heinz Bodenmann der dritte Donnschtighüpfer knapp vor den Mittwochläufern Zoltan Török aus Heerbrugg, dem Oberegger Guido Bischofberger und Ramon Hüppi aus Balgach.

Nüesch leicht verletzt

Am Start erwartet worden, war auch Mathias Nüesch. Der Balgacher belegte vor Jahresfrist hinter Sieger Summer den zweiten Platz und hätte sich gerne mit einer Spitzenplatzierung in Lustenau zurückgemeldet. Dass er dazu fähig ist, hat der Mila beim Gossauer Weihnachtslauf und beim Altacher Silvesterlauf vor kurzem deutlich gezeigt. Doch eine Muskelverhärtung an der Wade verhinderte einen Ernsteinsatz am «Lustenauer Pflotsch-Lauf», an dem der Faktor Kraft besonders gefragt war. Nüesch wünscht sich, dass er in zwei Wochen starten und an der Spitze mitlaufen kann. Hoffentlich bei etwas besseren Bedingungen.