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SCHACH: Alt und Jung auf der Suche nach dem besten Zug

Kann Schach gegen Pokémon bestehen? Es kann. Nach längerer Durststrecke ist es dem Nachwuchsleiter des Schachclubs Rheintal gelungen, ein Jugendteam für die Junioren-Mannschaftsmeisterschaft zusammenzustellen.
Die erfolgreichen Rheintaler Schach-Junioren (von links): Aaron Ulrich, Janis Wiederkehr, Nachwuchstrainer Gilbert Jost, Niklas Felde und Rafael van der Maat. Auf dem Bild fehlt Silvan Hongler. (Bild: pd)

Die erfolgreichen Rheintaler Schach-Junioren (von links): Aaron Ulrich, Janis Wiederkehr, Nachwuchstrainer Gilbert Jost, Niklas Felde und Rafael van der Maat. Auf dem Bild fehlt Silvan Hongler. (Bild: pd)

Dass die Spielorte nicht gerade vor der Haustüre zu liegen kommen, war zu erwarten. Stattgefunden hat die erste Runde im ­luzernischen Vorort Kriens. Dort schnupperten die Schüler aus Widnau und Umgebung zum ersten Mal Turnierluft.

Gegen Chess4Kids Oerlikon liess der Rheintaler Eröffnungsaufbau doch noch einiges zu ­wünschen übrig. Springer vergaloppierten sich, Läufer blockierten die eigenen Bauern und in den Königsstellungen herrschte Durchzug. Doch taktisch waren die Debütanten auf der Höhe. Hier eine Figur mehr und dort eine Mattdrohung, das hob die Stimmung des angespannten Mannschaftsleiters und seiner Schützlinge. Am Ende der Runde hiess es 4:0 für die Greenhorns aus der Ostschweiz. Wer wollte da noch kritisieren?

Luzerner Löwen konnten ihre Zähne nicht zeigen

Nach dem Mittagessen ging es mit der zweiten Runde weiter. Diesmal hiess der Gegner Luzerner Lions. Rafaels van der Maats Stellung war nicht gerade vertrauenswürdig, aber was macht das schon, wenn der Gegner das drohende Matt übersieht? Silvan Honglers Türme brachen auf die Grundlinie ein, dazu gesellte sich ein Bauer, der sich zur Dame mauserte – 2:0. Niklas Felde tauschte den schlechten Läufer gegen einen guten Springer und sicherte den Mannschaftssieg mit einer Punkteteilung.

Auch die letzte Partie endete unentschieden. Aaron Ulrich hatte zwar die ganze Partie dominiert und auch Material gewonnen, doch am Ende fehlte ihm die Zeit, um seinen Vorteil zu verwerten. Sein Gegner, an Jahren und Erfahrung reicher, nahm das Friedensangebot gerne an. Zwei Runden, zwei Siege, was für ein Auftakt für die Rheintaler. Die lange Anfahrt hatte sich gelohnt.

Auch für die arrivierten Spieler hat die Meisterschaft wieder begonnen. Im Kampfgeist un­terscheiden sie sich kaum von den Junioren, aber ihre Spielweise ist um einiges subtiler. Sie dürfen keine Geschenke erwarten. Schon der geringste Fehler kann die Partie zum Kippen bringen.

Die Aktiven gewinnen in Buchs überlegen

In Buchs waren die Rheintaler allerdings nie in Gefahr, den Wettkampf zu verlieren. Nach drei beendeten Partien lagen sie schon uneinholbar in Front.

Doch dann kam Sand ins Getriebe. Ausgerechnet gegen die vermeintlich schwächeren Gegner bekundeten die Rheintaler am meisten Mühe. Urs Benninger musste sich mächtig anstrengen, um seine beengte Stellung befreien und die Partie ins Remis retten zu können. Noch schlimmer erging es Pius Steiger. Gegen den U12-Spieler Alexander Zogg musste er einen Bauern hergeben, zu dem sich im Turmendspiel noch ein Zweiter gesellte. Die jungen Burschen sind unberechenbar und gefährlich – aber das kennt man ja schon vom eigenen Nachwuchs. (pd)

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