SC Rheintal wird in St. Moritz gefordert

Morgen Samstag um 17 Uhr tritt der SC Rheintal in der zweiten Runde der 2. Liga im Engadin an.

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Der SC Rheintal muss in St. Moritz aufpassen. (Bild: Archiv/hpk)

Der SC Rheintal muss in St. Moritz aufpassen. (Bild: Archiv/hpk)

Eishockey. In St. Moritz wird immer noch auf der offenen Eisbahn Ludains neben dem St. Moritzersee (Lej da San Murezzan) gespielt. Ein Honiglecken wird es im Engadiner Hauptort nicht werden. Denn gegen Prättigau gewannen die Engadiner mit 5:3 – dasselbe Resultat wie der SCR gegen Dielsdorf-Niederhasli erzielte. Eine weitere Parallele: Wie Damian Holenstein schoss der 21-jährige Gianluca Mühlemann im Startspiel drei Tore. Zudem spielt bei St.

Moritz ein Ex-Internationaler: Gian Marco Crameri (130 Länderspiele) ist letzte Saison zu seinem Ausbildungsverein zurück gekehrt. Auch der frühere Spieler von Davos, Lugano, ZSC, Servette und Zug liess sich im Startspiel ein Tor und drei Assists notieren. Doch auch der SC Rheintal hat nach einem Spiel schon einen weiteren doppelten Punktesammler: Philipp Schlegel erzielte ein Tor und verbuchte ein Assist.

Team der zweiten Saisonhälfte

Mit nur einem Punkt Rückstand auf den vierten Playoffplatz hat sich St. Moritz letzte Saison im vorderen Mittelfeld klassiert. «Aus sportlicher Sicht wurden in der letzten Saison die meisten Ziele erreicht und in der Schlussphase teilweise gar übertroffen», sagt Präsident G. Reto Staub. Dass dies so war, lag vor allem an der zweiten Saisonhälfte. Denn der EHC St. Moritz war schwach ins Championnat gestartet. Der Trainer heisst bei St. Moritz unverändert Arne Andersen.

Der 54-jährige Schwede war früher NHL-Scout. Trotz der fulminanten Rückrunde der letzten Saison dämpft er zu hohe Erwartungen im Engadin: «Wir konnten uns wegen Verletzungen und Absenzen nicht so vorbereiten, wie es nötig gewesen wäre», sagte Andersen in der Saisonvorschau der «Südostschweiz». Dies ist eine weitere Parallele zum SC Rheintal.

Crameri stürmt wieder

Im Vergleich zur Rückrunde haben der Tscheche Jan Bauer (Rückkehr in die Heimat) und Roberto Clavadätscher (Rücktritt) das Team verlassen. «Das sind 50 Skorerpunkte, die wir nicht kompensiert haben», sagt Andersen. Allerdings ist mit Claudio Laager ein bewährter Verteidiger aus Uzwil zurückgekehrt, womit Allrounder Crameri wieder in den Sturm gerückt ist. Dennoch befürchtet Andersen wieder einen Stotterstart: «Ab Dezember wird mit uns aber zu rechnen sein.»

Am besten in die Saison gestartet ist der EHC Chur: Er siegte im heimischen Hallenstadion vor 652 Zuschauern mit 7:0. Die Gäste aus der Lenzerheide spielten allerdings schwach – vor allem vor dem Tor waren sie inexistent. Drei der sieben Churer Tore erzielte Gerhard Schneller, den einst der frühere SCR-Präsident Gregor Müller gerne ins Rheintal geholt hätte, ihn aber mangels Finanzen zu den Pikes ziehen lassen musste, wo Schneller die Romanshorner in die 1. Liga katapultierte. (mk, ys)

2. Liga, Gruppe 2 Samstag: St. Moritz – Rheintal, Wallisellen – Illnau-Effretikon (beide 17 Uhr), Dielsdorf-Niederhasli – Engiadina (17.45 Uhr), Bassersdorf – Prättigau (19.30 Uhr), Kreuzlingen – Chur, Lenzerheide – Wil (beide 20 Uhr). Sonntag: NorthAm Select – Lenzerheide (16.30 Uhr in Küssnacht am Rigi).