SC Rheintal verpasst Playoffs

EISHOCKEY. Die lokalen Eishockeyaner verlieren das entscheidende Spiel gegen Wallisellen 5:6 (1:1, 2:4, 2:1). Für die Luchse ist die Saison nächstes Wochenende zu Ende. Der SCR agierte einmal mehr zu unkonstant, um den Exploit noch zu schaffen.

Larissa Binder
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Der Rheintaler Hauser (12) bei einer Offensivbemühung. Es blieb bei Bemühungen – der SCR scheitert. (Bild: Larissa Binder)

Der Rheintaler Hauser (12) bei einer Offensivbemühung. Es blieb bei Bemühungen – der SCR scheitert. (Bild: Larissa Binder)

Das Spiel begann fulminant: Bereits in der zweiten Minute gelang dem Walliseller Siegrist ein schöner Konter – vor SCR-Keeper Ades Gehäuse erwischte er die Scheibe dann aber nicht richtig, und es konnte nicht zum Abschluss kommen. Kurz darauf konterte SCR-Verteidiger Binder; er schaffte es jedoch auch nicht, Goalie Lurati zu bezwingen.

Unsicherer Lurati

In der vierten Minute gab es ein Gerangel vor Ades Tor; der Schiedsrichter zeigte ein Tor für die Zürcher an, was für Unruhe sorgte, da die Scheibe mit einer Kick-Bewegung den Weg ins Tor fand. Nach der Diskussion mit den Unparteiischen wurde das Tor dann aberkannt. Dies hielt die Zürcher aber nicht davon ab, die Unachtsamkeit eines SCR-Verteidigers in der fünften Minute zu nutzen. Kubli hiess der Torschütze.

Im weiteren Spielverlauf hätte es einige Male zum Ausgleich für die Luchse kommen können, denn Wallisellen-Keeper Lurati zeigte Unsicherheiten. Trotzdem gelang der Ausgleichstreffer erst in der 14. Minute durch Strebel, dessen Schuss Lurati nicht abwehren konnte.

Der Ausgleich hielt nicht lange: Unterladstätters Backhand-Tor, bei dem die Luchse förmlich zuschauten, liess die Zürcher jubeln. In der 23. Minute bot sich den Rheintalern die Chance, im Powerplay wieder auszugleichen. Knöpfel und Ammann vergaben ihre Chancen. In der 29. Minute spielte Nievergelt die Scheibe zu Toschini, der ungehindert vor Ades Gehäuse stand und abschloss.

Die Luchse starteten eine Verfolgungsjagd und trafen in der 34. Minute durch Ungricht und in der 36. im Powerplay durch Ammann. Eine extrem spektakuläre Szene konnten die Fans kurz vor dem 3:3 beobachten: Holdener zog ausserhalb des gegnerischen Drittels ab; die Scheibe schlich buchstäblich Richtung Torlinie, wo sie aber wie verhext stehen blieb. In der 37. Minute kam ein Dämpfer: Die Zürcher gingen durch Unterladstätter und kurz darauf durch Aeschlimann erneut in Führung.

Im letzten Drittel hiess es für die Luchse, die bis anhin eine schwankende Leistung zeigten, «in die Offensive gehen». Coach Capaul wechselte Torhüter Ade durch Mesinovic aus und nahm weitere personelle Umstellungen vor. Mit Erfolg: Ein weiter Pass von Fussenegger zu Strebel – er trickste Lurati aus – führte zum 4:5. Der Ausgleich schien in greifbarer Nähe. In der 53. Minute spielte sich Holdener nach dem Bully im gegnerischen Drittel frei und bezwang Lurati – 5:5.

Fatales Last-Minute-Tor

Am Ende war dann aber das Glück auf der Seite der Zürcher: 51 Sekunden vor Schluss traf Jucker für sein Team. Wallisellen steht nun eine Runde vor Schluss auf dem letzten Playoff-Rang.