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SC Rheintal erkämpft sich das Glück

Nach der Hälfte der Spielzeit lag Rheintal im 2.-Liga-Match in St. Moritz 0:3 im Rückstand. Die Spieler von Trainer Roger Nater bewiesen aber Moral und drehten das Skore auf 4:3 (0:2, 3:1, 1:0) zu ihren Gunsten.
Sepp Schmitter
Die Rheintaler konnten das St. Moritzer Bollwerk überwinden. (Bild: Sepp Schmitter)

Die Rheintaler konnten das St. Moritzer Bollwerk überwinden. (Bild: Sepp Schmitter)

Schon nach wenigen Sekunden wurde Roger Nater erstmals laut, nur knapp konnte Fabian Lütscher den ersten Gegentreffer verhindern. Die Rheintaler spielten in Minimalbesetzung: Janik Diener war krank, und nach dem frühen Ausfall von Tino Sutter und Pascal Obrist waren nicht einmal mehr drei Blöcke einsatzfähig.

So gingen die Bündner nach acht Minuten verdient in Führung. Ein Bilderbuch-Powerplay brachte sogar das 2:0, die Engadiner dominierten.

Pausenansprache hallte in Spieler-Ohren wie Glocken

Was der SCR im ersten Drittel zeigte, war unterirdisch – kein Konzept, keine Ideen und nichts klappte. Der junge Sandro Stoop war noch einer der auffälligsten im Startdrittel. Die zum Teil etwas schmutzigen Körper-Attacken der Bündner behagten den Rheintalern gar nicht.

Mit einem zwei Zwei-Tore-Rückstand ging es in die Kabine, und da wurde Roger Nater richtig laut. Seine Pausenpredigt war kurz und bündig, aber unmissverständlich. Nicht nur den Zuschauern wehte ein eiskalter Malojawind um die Ohren.

Diese Worte hallten in den Ohren der Spiele, wie die Glocken vom nahen Kirchturm, die den Sonntag einläuteten. Doch es brauchte noch einen weiteren Weckruf mit dem dritten Treffer der Bündner in der 28 Minute. Das war nun endgültig zu viel des Guten bzw. Schlechten, und die Unterländer übernahmen das Zepter.

Die Rheintaler hatten eindeutig mehr Spielanteile und auch mehr Möglichkeiten, aber sie versiebten noch immer ihre Chancen. In der 32. Minute klappte es endlich, und das Tor zum 3:1 von Dominic Pfeiffer löste den Knoten. Die Rheintaler waren nicht mehr zu bremsen – und innerhalb von gut vier Minuten doppelten Stefan Strebel und Yves Breitenmoser nach zum 3:3.

Das Spiel war wieder ausgeglichen, und die mitgereisten SCR-Supporter begeistert. So macht Eishockey Spass, aber noch standen weitere harte 20 Minuten bevor. Das Schlussdrittel war eine Nervensache für alle Beteiligten. Das Spiel wogte hin und her, beide Mannschaften hatten genug Möglichkeiten, doch die beiden Torhüter liefen zu Bestform auf und verhinderten vorerst die Entscheidung.

Nach dem letzten Seitenwechsel auf der offenen Eisbahn wurde es nochmals brenzlig für den SC Rheintal, denn die Bündner wollten die Punkte unbedingt und machten Druck. Die Luchse hielten dagegen, doch es brauchte die Kaltblütigkeit und Cleverness eines Sascha Moser, der die Scheibe ins St. Moritzer Netz hämmerte. 4:3 für den SCR, das war 85 Sekunden vor Schluss die Entscheidung; die Rheintaler liessen nichts mehr anbrennen.

Für die Wende brauchte es Moral – und Moser

Die ganze Mannschaft des SC Rheintal zeigte Moral – und die Ansprache von Trainer Roger Nater nach dem miserablen ersten Drittel Wirkung. Mit dem danach gezeigten Einsatz und diesem Selbstvertrauen kann jeder Gegner in der 2. Liga besiegt werden.

2. Liga, Gruppe 2

St. Moritz – Rheintal 3:4 (2:0, 1:3, 0:1)

Ludains – 150 Zuschauer – SR: Berger, Bertolo.

Tore: 9. Wolf (Koch, Donati) 1:0, 11. Brenna (Koch, Wolf) 2:0; 27. Camichel (Mercuri) 3:0, 32. Pfeiffer (Strebel) 3:1, 33. Strebel (Binder) 3:2, 36. Breitenmoser (Holenstein, Paul) 3:3; 59. Moser (Pfeiffer) 3:4.

Strafen: St. Moritz 3 × 2, Rheintal 4 × 2 Minuten.

St. Moritz: Lony; Altdorfer, Brenna, Tempini, Wolf, Gerber, Donati, Deininger, Mercuri, Roffler, Koch, Kloos, Niggli, Camichel, Tosio, Heinz, Iseppi, Coach: Adrian Gantenbein.

Rheintal: Lütscher; Sutter, Moser, Binder, Schawalder, Bartholet, Obrist, Holenstein, Strebel, Stoop, Bärtsch, Paul, Breitenmoser, Pfeiffer, Knöpfel, Sabanovic, Berweger. Coach: Roger Nater.

Bemerkungen: SCR ohne Ströhle (gesperrt), Diener (krank), Pilgram, Liechti und Vonbun (SCR II). Sutter und Obrist verletzt ausgeschieden.

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