Sauber aus dem Boden

Das Diepoldsauer Trinkwasser ist von bester Qualität. Davon konnten sich die Einwohnerinnen und Einwohner am Samstag selbst überzeugen.

Gaby Reich
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DIEPOLDSAU. Der Wartungsdienst Diepoldsau nutzte die Gelegenheit, im Rahmen des «Internationalen Tages des Wassers» die Bevölkerung über die Sanierungsarbeiten im Pumpwerk 2 und die geplanten Arbeiten im Pumpwerk 1 zu informieren. Mitarbeitende führten die Interessierten in kleinen Gruppen durch das Pumpwerk und erklärten das System der Grundwasseraufbereitung, der neu installierten Pumpen und Schaltschränke und beantworteten die Fragen der Besucher ausführlich und präzise.

Das Prinzip ist ganz einfach: Wasser wird aus dem Boden gesaugt, ins Reservoir geleitet, dort mit Sauerstoff versorgt und dann ins Verteilernetz gepumpt – so, dass am Ende aus jedem angeschlossenen Wasserhahn in Diepoldsau frisches, sauberes Trinkwasser fliesst. Das Wasser, das im oberen Rheinspitz aus dem Boden gewonnen wird, ist von solch guter Qualität, dass es ohne chemische Aufbereitung auskommt.

Strom und Geld sparen

Die zwei neuen Pumpen, die das Wasser aus dem Reservoir ins Verteilernetz pumpen, brauchen einen Viertel weniger Strom (rund 100 000 kWh pro Jahr – das entspricht dem Verbrauch von 25 Einfamilienhäusern) und arbeiten zudem noch effizienter als die alten Pumpen.

Zur Sanierung gehören auch die Wasserleitungen, die das Wasser ins Dorf bringen. Das wird im Rahmen der Strassensanierung gemacht. Dies zeigt jetzt schon seine Wirkung bei Wasserrohrbrüchen. 48 Brüche waren es 2011, 2012 waren es noch 28. Das Geld, das dabei gespart wird, wird in die Sanierung investiert.

2013 soll das Pumpwerk 1 beim Zoll Diepoldsau umgebaut und saniert werden. Noch werden verschiedene Angebote von Pumpen geprüft.

Am richtigen Ort

«Wir sind eine Energiestadt – unser Ziel ist, noch mehr Strom zu sparen», erklärt Gemeindepräsident Roland Wälter. Bis 2017 dauern die Sanierungsarbeiten und kosten acht Millionen Franken.

Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre wurde nach dem besten Platz gesucht, um die Brunnen zu graben und Grundwasser zu fördern. Diesen Platz fand man im oberen Rheinspitz. «Hier stimmt die Qualität des Wassers und die Ergiebigkeit. Experimente sind unnötig, genauso wie das Suchen nach einem besseren Ort», erklärt Roland Wälter.

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