Sanitätszug erstmals gefordert

Unfall mit in einer Unterführung. 13 verletzte Personen müssen geborgen und versorgt werden. Angehörige der Feuerwehr Oberriet und des Sanitätszuges Rheintal standen gestern erstmals gemeinsam im Übungseinsatz.

Kurt Latzer
Drucken
Teilen
Angehörige des Sanitätszuges Rheintal wurden von Rettungssanitätern der Rettung St. Gallen bei ihrer ersten Einsatzübung unterstützt und bewertet. (Bilder: Kurt Latzer)

Angehörige des Sanitätszuges Rheintal wurden von Rettungssanitätern der Rettung St. Gallen bei ihrer ersten Einsatzübung unterstützt und bewertet. (Bilder: Kurt Latzer)

OBERRIET. Hätte es gestern Abend mit der Alarmierung geklappt, hätte die als Alarmübung angesetzte Strassenrettung perfekt sein können. Etwa 18 Minuten später als vorgesehen ging der Alarm bei den Einsatzkräften ein. Walter Seglias, Ausbildungsverantwortlicher der Feuerwehr Oberriet, versprach der Mannschaft: «Was schief gelaufen ist, werde ich heute Abend noch abklären, das ist sicher.» Ausser dieser Panne hat alles ausgezeichnet geklappt: Die Sicherung der Unfallstelle bei der Bahnunterführung hinter dem Jansen Kunststoffwerk, die Betreuung der Verletzten, deren Bergung und Versorgung. Und angesichts der Situation, die sich den Angehörigen der Feuerwehr (AdF) bot, keine Selbstverständlichkeit. Ein Car war unmittelbar vor der Unterführung auf die Seite gekippt und begrub zwei Personenwagen teilweise unter sich. Der Übungseinsatz wurde von zahlreichen Zaungästen begutachtet. Was dem einen oder anderen Zuschauer zu lange gedauert haben mag, ist der Erfahrung der AdF anzurechnen. Überlegt und nicht überhastet gingen sie ans Werk. Nach knapp 45 Minuten waren alle Verletzten aus den Fahrzeugen geborgen und von vom unübersichtlichen und engen Unfallort in Sicherheit gebracht. Besonders zu erwähnen ist der Sanitätszug Rheintal. Mit dem Aufbau dieser Einsatzgruppe der Feuerwehr wurde vor zwei Jahren begonnen. Je vier Angehörige der Feuerwehren von Rüthi bis Rebstein leisten in dem Zug ihren Dienst. Gestern Abend hatte der Sanitätszug seine erste Bewährungsprobe zu überstehen. Wegen der grossen Anzahl Verletzter errichteten die Sanitäter einen Versorgungsplatz mit drei grossen Zelten und einer Abteilung für die Triage der Verletzten ein.

Ihre Arbeit war überwältigend, die Kritik der Übungsleitung und der Rettungssanitäter der Rettung St. Gallen fiel positiv aus. Auch die restlichen Einsatzkräfte mit Übungsleiter Hanspeter Heeb an der Spitze lieferten einen super Job ab.

Aktuelle Nachrichten