Sanierungsprojekt ARA vorgestellt

Am 22. September haben die Altstätter Bürgerinnen und Bürger über einen Bruttokredit von 5,17 Mio. Franken für die Sanierung der ARA Altstätten zu entscheiden. Am Samstag lud die Stadtverwaltung zu einem Infoanlass in die ARA ein.

Kurt Latzer
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Auf dem Rundgang in der ARA gab es nicht nur sehr viele, äusserst interessante Informationen, sondern am Schluss einen Imbiss obendrein. (Bild: Kurt Latzer)

Auf dem Rundgang in der ARA gab es nicht nur sehr viele, äusserst interessante Informationen, sondern am Schluss einen Imbiss obendrein. (Bild: Kurt Latzer)

ALTSTÄTTEN. Die Organisatoren des Anlasses und das Personal der Abwasser-Reinigungsanlage Altstätten (ARA) hätten sich mehr Besucher gewünscht gehabt. Denn an den Führungen gab es nicht nur viel über die geplante Sanierung zu hören und zu sehen, sondern auch viel Wissenswertes über die Abwasserreinigung im Allgemeinen. Beteiligten sich an der ersten Führung – abgesehen von den Projektverantwortlichen – zwei Bürgerinnen und Bürger, so waren es am zweiten Rundgang deren drei.

Kapazitätsgrenze erreicht

Die ARA, der ausser der Stadt Altstätten auch die Gemeinden Oberriet, Eichberg, Gais und Oberegg angeschlossen sind, wurde 1967 gebaut und 1990 erweitert. «Mit der Abwasserreinigung von 15 000 Einwohnern hat die Anlage ihre Belastungsgrenze erreicht», sagte Alain Meyer, Mitarbeiter der mit dem Projekt beauftragten Hunziker Vetatech AG in Winterthur. Es gelte sowohl die Kapazität der biologischen Reinigung zu erhöhen als auch die der Schlammbehandlung.

Neue Becken wären teuer

Das Projekt sieht für die Leistungssteigerung der biologischen Reinigung eine Änderung des Reinigungsverfahrens vor. Statt des konventionellen Belebt-Schlamm-Reinigungsverfahrens wird das Wirbelbett-Hybrid-Verfahren gewählt. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Leistungssteigerung mit der bestehenden Infrastruktur. Es sind keine Neubauten von Biologiebecken nötig. Durch die Beigabe von Trägermaterialien in die bestehenden Becken wird eine Kapazitätssteigerung erreicht. Auch bei der Schlammbehandlung wird die Kapazitätssteigerung mit den bestehenden Bauten erreicht. Meyer: «Wir sind froh, dass wir hier nicht neu bauen müssen. Denn neue Becken wären hier sehr teuer.» Grund dafür ist der sehr schlechte Untergrund. Beispiele für teils erhebliche Bodensenkungen sind in der ARA viele zu sehen.

Heizkraftwerk geht in Betrieb

Neben den Massnahmen zur Leistungssteigerung bei den verschiedenen Verfahren wird auch in die Erneuerung der technischen Anlagen investiert. «Viele Teile der Anlagen haben aufgrund ihrer Betriebsjahre ausgedient», sagt Alain Meyer. Die damit verbundene Sanierung aber gehe über einen blossen Ersatz hinaus; mit den modernsten Geräten und Einrichtungen könne zusätzlich Energie gespart werden. Auf dem Rundgang stellte Meyer unter anderem auch das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) vor, das vor gut einer Woche fertig montiert wurde. Den Kredit von 470 000 Franken für den Ersatz des alten BHKW und der Rechenanlage hiessen die Altstätter Bürgerinnen und Bürger bereits im November 2012 gut.

Die nun geplante Sanierung kostet rund 5,17 Mio. Franken. Die zu erwartenden Baukostenanteile der an der ARA angeschlossenen Gemeinden betragen knapp 540 000 Franken. Oberriet, Eichberg, Gais und Oberegg müssen ihre Beiträge ebenfalls noch durch die Bürgerschaft bestätigen lassen.

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