Sanierung wäre ebenso teuer gewesen wie ein Neubau: Hauptsitz der Clientis Biene Bank im Rheintal wird abgebrochen

Der Hauptsitz der Clientis Biene Bank im Rheintal in Altstätten steht in Trümmern da. Bald entsteht hier ein moderner Neubau.

Max Tinner
Merken
Drucken
Teilen
Der Hauptsitz der Clientis Biene Bank im Rheintal wird abgebrochen.

Der Hauptsitz der Clientis Biene Bank im Rheintal wird abgebrochen.

Bild: Max Tinner

Finanzgeschäfte macht die Biene Bank an der Rorschacherstrasse bereits seit Februar nicht mehr. Der Bargeldverkehr und auch die Bankfachanlage wurden an die Geschäftsstelle im Städtli transferiert, und für Beratungen stehen die Bankfachleute an der Industriestrasse 1 zur Verfügung, wo sich die Biene Bank im Gebäude der Stark AG eingemietet hat, bis an der Rorschacherstrasse der Neubau steht.

Seit zwei Wochen ist das Marbacher Bauunternehmen Mäser dort am Abbrechen. Nachdem das stattliche Bankgebäude zunächst ausgehöhlt wurde, wird die Konstruktion nun von aussen her rückgebaut. Dies wird nochmals etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Sanierung wäre ebenso teuer gewesen wie ein Neubau

Obwohl das Bankgebäude bis zuletzt einen guten Eindruck machte, war es in verschiedener Hinsicht sanierungsbedürftig. Eine Renovation wäre aber unverhältnismässig teuer geworden – ähnlich teuer wie ein Neubau, schrieb die Bank in ihrer letzten Kundeninformation. Projektiert hat den Neubau die Widnauer Neo ArchitekturAG. Zu berücksichtigen war bei der Projektierung, dass die Gebäude beidseits des Hauptsitzes unter Schutz stehen. Der Bauplan sieht vor, dass der Rohbau im Sommer 2021 fertig sein sollte. Bezugsbereit soll der Neubau dann im November 2021 sein. Weitere Infos: www.bienebank.clientis.ch

Der Fussweg ins Schöntal ist ein Jahr lang gesperrt

Direkt am Gebäude der Biene Bank vorbei verläuft ein Fussweg von der Rorschacherstrasse zur Berufsschule und zum Schulhaus Schöntal. Der Weg wird rege genutzt. Bis auf weiteres bleibt er nun aber gesperrt – der Sicherheit wegen.

Die Berufs- und die Primarschüler werden deshalb – sobald der Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird – einen kleinen Umweg über die Bildstrasse oder über die Schulstrasse auf sich nehmen müssen.

Dauerhaft aufgehoben wird der Weg aber nicht. Der Weg sei öffentlich und im Grundbuch als Dienstbarkeit eingetragen. Ihn aufzuheben sei auch gar nicht im Interesse der Bank, sagt René Bognar, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Biene Bank im Rheintal. Nach Fertigstellung des Neubaus wird der Weg deshalb wieder zur Verfügung stehen. Allerdings um ein paar Meter zum benachbarten Haus Hug hin verlegt. Jenes gehört ebenfalls der Bank. (mt)