Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SANIERUNG: Schloss sucht 33 gebefreudige Paten

BALGACH. Der weitläufige Schlosspark Grünenstein muss dringend saniert werden. Der Bärenanteil der geplanten Kosten in der Höhe von rund 1,5 Mio. Franken ist gesichert. Zum ersten Mal werden Private um Gelder angesucht – und dabei belohnt.
Maya Schmid-Egert
Eine deutlich faule, von Pflanzen durchwachsene Mauer: Thomas Oesch (3. v. r.) auf einer der Führungen. (Bilder: Maya Schmid-Egert)

Eine deutlich faule, von Pflanzen durchwachsene Mauer: Thomas Oesch (3. v. r.) auf einer der Führungen. (Bilder: Maya Schmid-Egert)

Mit einem charmanten «Begegnungstag» mit Gästen wie dem Schlosskenner Peter J. Schaps oder der Autorin Sina Semadeni machte die Besitzerin Gut Grünenstein AG am letzten Samstag auf ihr Anliegen aufmerksam: Rund um das Balgacher Wahrzeichen sind Sanierungsarbeiten notwendig. Am augenfälligsten zeigt sich dies bei der maroden, vor sich hin bröckelnden Schlossmauer, für die laut Kulturingenieur Thomas Oesch allein eine halbe Million Franken aufzuwenden ist: «Sie ist das Kernstück des Projektes.»

Baufällige Zufahrten

Auf einem Rundgang zeigte der Inhaber der Balgacher Oeplan GmbH weitere, dringende Arbeiten auf: Die baufälligen Zufahrten zum Schloss, neue Kanäle zur Wegleitung von Regenwasser ins Wolfsbachtobel, zu entfernende Pneus, die als Hangsicherung dienten und nun durch eine Trockenmauer ersetzt werden sollen. Parallel zur Schlossstrasse soll ein Spazierweg entstehen sowie am Fusse des Schlosshügels ein Parkplatz.

In seiner Funktion als Vorstandsmitglied der «Balger Natur» erklärte Thomas Oesch, wie der Schlosspark im Zuge der kulturhistorischen Sanierung auch ökologisch aufgewertet werden soll: Im Wolfsbachtobel soll ein Teich für Salamander entstehen, und die Zauneidechsen, die gerade in der löchrigen Schlossmauer ihre Winterstarre abhalten, sollen später in die Trockenmauer umgesiedelt werden.

In Zusammenarbeit mit der Kellerei Nüesch Weine soll ein Rebgarten entstehen, in dem neue, pflegeleichte Traubensorten getestet werden.

33 Apfelbäume für Paten

Unterhalb des Schlosses soll ein Apfelbaumgarten entstehen, die Hochstämme wurden von der «Balger Natur» nicht nur gesponsert, sondern als Kick-off des Grossprojektes (das weitere Arbeiten im schlosseigenen Buchenwald sowie Barockgarten umfasst) auch eigenhändig eingepflanzt.

«Apfelbäume, Rebberg und Magerwiese bilden wiederum eine sinnvolle, ökologische Einheit», so Thomas Oesch. Ein Zehntel der Kosten müssen laut der Gut Grünenstein AG noch gedeckt werden. 33 Paten, für welche die 33 Apfelbäume symbolisch stehen, werden noch gesucht. Als Dank erhalten sie ein attraktives Package, das nicht nur 15 Events im Schloss umfasst, sondern auch während fünf Jahren «den Zehnten eines Baumertrages in frischer, gedörrter, gepresster oder gebrannter Form.»

Projektleiter Lorenzo Custer bedankt sich bei Gemeindepräsident Ernst Metzler ausdrücklich für die jahrelange Förderung.

Projektleiter Lorenzo Custer bedankt sich bei Gemeindepräsident Ernst Metzler ausdrücklich für die jahrelange Förderung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.