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Salonwagen rundum erneuert

Gegen 7000 Arbeitsstunden hat der Verein AG2 in die Erneuerung des Salon-Nostalgiewagens A 101 gesteckt. Erst beim Entfernen der Deckenverkleidung war zu sehen, wie marod er war. Jetzt ist er rundum erneuert.
In über 7000 Einsatzstunden hat der Verein historische Appenzeller Bahnen den alten Salonwagen von Grund auf erneuert. (Bild: pd)

In über 7000 Einsatzstunden hat der Verein historische Appenzeller Bahnen den alten Salonwagen von Grund auf erneuert. (Bild: pd)

Etwa 15 Vereinsmitglieder waren sechs Jahre lang an der Arbeit. Sie haben den Polsterklassewagen so hergerichtet, wie er im Jahr 1904 über die Schienen rollte. Damals wurde er in Betrieb genommen.

Gebaut wurde der Wagen bei der Schweizerischen Industriegesellschaft in Neuhausen. Sie stattete ihn mit drei Achsen, Dampfheizung, Dampfbremse auf zwei Achsen und Bremszahnrad aus. 1931 wurde die mittlere Achse entfernt.

Eine Aussenrenovation erfolgte 1948, eine Hauptrevision 1966. Durch den Industrieverein Bühler wurde der Nostalgiewagen 1995 zum Partywagen umgebaut, der sich inzwischen doch stark vom ursprünglichen A 101 unterschied.

Inneneinrichtung vollständig ersetzt

Der Verein AG2 (Verein historische Appenzeller Bahnen) beschloss zusammen mit den Appenzeller Bahnen, den Wagen möglichst in den Zustand von 1904 zu versetzen, wobei die hierfür nötigen Unterlagen zunächst fehlten.

Im Januar 2011 wurden die Abbrucharbeiten in Angriff genommen. Die ganze Inneneinrichtung wurde entfernt. Der grösste Teil der Dachlängsträger und alle Dachholmen waren zu ersetzen.

Am übrigen Grundgerüst mussten umfangreiche und zeitraubende Reparaturen und Ergänzungen vorgenommen werden. Möglichst viel sollte aber erhalten bleiben. Die inzwischen beschafften Plankopien aus der Entstehungszeit des Wagens ermöglichten es, den ganzen Innenausbau mit Hilfe von CAD-Zeichnungen zu planen.

Aufwendigste Renovation ist abgeschlossen

Dank der ausserordentlichen Leistung des Vereins AG2 beträgt der finanzielle Aufwand «nur» 95000 Franken. Zusammengetragen wurde er dank Spenden von Stiftungen, Lotteriefonds und privaten Zuwendungen. Auch die Appenzeller Bahnen haben das Projekt tatkräftig unterstützt.

Nun ist die bei weitem aufwendigste Renovation eines Wagens in der 15-jährigen Vereinsgeschichte abgeschlossen. Bald steht der von Grund auf erneuerte Salonwagen für Extrafahrten zur Verfügung. Ihn zu sehen, ist ein auserlesenes Vergnügen. Die Polsterbestuhlung ist nach alter Väter Sitte aufwendig gefertigt, Die Deckenlüfter glänzen wie neu und die Gepäcknetze über den Sitzen sind wie früher handgeknüpft. (gb/jk)

Hinweis

Der Wagen wird vereinsintern am 29. April eingeweiht. Ein öffentlicher Nostalgietag ist für 1. Oktober geplant.

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