Rundbrief aus Pakistan

Claudia Villani, eine Helferin der deutschen Ordensschwester und Ärztin Ruth Pfau, schreibt am 20. August aus Karachi: «Tausende, Abertausende erreichen täglich Karachi. Im Laufe der nächsten Zeit rechnen wir mit 10 Millionen Menschen. Es hat keinen Sinn, daran zu denken, was das heissen wird.

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Claudia Villani, eine Helferin der deutschen Ordensschwester und Ärztin Ruth Pfau, schreibt am 20. August aus Karachi: «Tausende, Abertausende erreichen täglich Karachi. Im Laufe der nächsten Zeit rechnen wir mit 10 Millionen Menschen. Es hat keinen Sinn, daran zu denken, was das heissen wird. Wir müssen das Heute irgendwie schaffen, nüchtern und besonnen, und gleichzeitig fühlt sich mein Herz an, als ob es eingeschnürt wäre.»

«Bei einer Essensausgabe ist ein alter Mann zu mir gekommen, um zu fragen, woher der Reis käme. Ich habe von Euch erzählt, wie viele jetzt Pakistan unterstützten. Er bat mich, Euch auszurichten, er habe zwar nichts mehr, um Euch zu danken, aber er werde nun täglich Allah bitten, die Menschen in Europa zu beschützen.»

«Die Frauen in den Camps würden so gerne einmal ihr Gewand auswaschen. Ich verstehe nicht gleich, was sie meinen.

Das können sie doch tun? Nein, das können sie nicht, weil sie nicht wissen, was sie in der Zwischenzeit anziehen sollen.»