Rüthner macht Karriere beim Bund

Der 39-jährige Rüthner Daniel Büchel übernimmt per 1. April die Leitung der Abteilung Energieeffizienz und erneuerbare Energien beim Bundesamt für Energie (BFE) in Bern. Er trägt als Vizedirektor Mitverantwortung für die Führung des Amtes.

Susi Miara
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rüthi/bern. Der 39-jährige Historiker und Bürger von Rüthi ist seit August 2006 persönlicher Mitarbeiter von Bundesrätin Doris Leuthard. Zuvor war er in der gleichen Funktion für alt Bundesrat Joseph Deiss tätig.

Daniel Büchel übernimmt im Bundesamt für Energie am 1. April die Leitung der Abteilung für Energieeffizienz und erneuerbare Energien (AEE) und trägt als Vizedirektor Mitverantwortung für die Führung des Amtes und die Erfüllung seiner Aufgaben. Die Abteilung AEE befasst sich vor allem mit der Umsetzung und dem Vollzug der Gesetzgebung sowie der Aus- und Weiterbildung in den Bereichen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien. Daniel Büchel übernimmt zudem die Leitung des von der AEE koordinierten Programms Energie Schweiz, mit dem das BFE zusammen mit Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft sowie Umwelt- und Konsumentenorganisationen einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der schweizerischen Energie- und Klimapolitik leistet.

Daniel Büchel hat nicht nur das Rüthner Bürgerrecht. Er ist in Rüthi aufgewachsen. Als Siebenjähriger kam er mit seinen Eltern aus dem Bündnerland nach Rüthi, wo er die Primarschule besuchte. Nach der Sekundarschule in Oberriet besuchte er das Gymnasium Marienburg in Rheineck. Heute noch leben seine Grosseltern und seine Schwester in Rüthi, die er regelmässig besucht. Er wisse ganz genau, was im Rheintal passiert, denn seit Jahren schon hat er den «Rheintaler» abonniert.

Auf die Frage, ob er mit Bischof Markus Büchel verwandt sei, antwortet Daniel Büchel: «Dieser Frage bin ich nie nachgegangen. Ich kenne Bischof Markus Büchel aber von Kindesbeinen an.» Er sei Ministrant in Rüthi gewesen, wo er Bischof Büchel oft getroffen hat. «Der Rüthner Pfarrer war der geistliche Vater von Markus Büchel und deshalb war er oft in Rüthi», erinnert sich Daniel Büchel. Später traf er ihn im Gymnasium Marienburg oder nach seinem Studium in Italien, wo er geforscht hat. «Er hat sogar meine Kinder getauft», sagt Daniel Büchel. «Das war aber noch bevor er Bischof geworden ist.»

Daniel Büchel wohnt zwar seit seinem 20. Geburtstag nicht mehr in Rüthi. Während seines Studiums in Freiburg sei er in den Semesterferien aber im Rheintal gewesen. Die Besuche wurden seltener, als er in Italien arbeitete, aber er sei immer gerne nach Rüthi gekommen. «Obschon ich nicht im Rheintal wohne, sind meine Abstammung und meine Wurzeln hier», betont Daniel Büchel.

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