Rüthi verlor die Orientierung

FUSSBALL. Dank eines Doppelschlags innerhalb einer Minute luchste Appenzell dem FC Rüthi zwei von drei fast sicher geglaubten Punkten ab. Das Spiel endet 2:2 (0:2).

Mäx Hasler
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Sala (24) und Langenegger kümmern sich um Penaltyschütze Peterer. (Bild: Mäx Hasler)

Sala (24) und Langenegger kümmern sich um Penaltyschütze Peterer. (Bild: Mäx Hasler)

Auf der nebligen Wühre gehörte am Samstag jedem Team eine Halbzeit. Rüthi begann forsch, und nach acht Minuten gab Sanseverino einen ersten Warnschuss ab, der von Elmiger mit etwas Mühe behändigt werden konnte.

Nach 13 Minuten eine Schrecksekunde für den mitgereisten Rüthner Anhang: Langenegger hält knapp innerhalb des Strafraums Siallagan zurück und Schiedsrichter Helbling zeigte sofort auf den Penaltypunkt. Blaser parierte aber den scharf getretenen Strafstoss von Peterer.

Rüthi überlegen

Dies gab den Rüthnern Auftrieb und sie kamen zu Chancen. Zuerst schoss Hvisc Goalie Elmiger genau in die Hände und nach 18 Minuten wurde Zäch aus knapper Abseitsposition zurückgepfiffen. In der 20. Minute fasste sich Saiti auf rechts ein Herz und haute aus 20 Metern drauf. Goalie Elmiger hatte keine Chance an den platzierten Ball zu kommen – und Rüthi führte. Nach einer halben Stunde bediente Saiti Sonderegger, der im Strafraum Breu aussteigen liess und aus spitzem Winkel zum 2:0 aus Rheintaler Sicht traf.

Fünf Minuten später wurde ein Schuss von Moser abgeblockt. Der schnelle Konter von Allgäuer endete zum Leidwesen der Rüthner aber am linken Innenpfosten. Kurz darauf die grösste Chance der Gastgeber: Peterers satter Schuss ging aber daneben.

Appenzell reagierte

Die Appenzeller müssen in der Pause wohl einen Zaubertrank getrunken haben, denn sie waren kaum wiederzuerkennen. Zuerst wurde ein Abseitstor von Allgäuer aberkannt, bevor Rüthi dann den Faden respektive im Nebel die Orientierung verlor: Die Appenzeller kamen immer besser ins Spiel. Der Anschlusstreffer war ein Weitschuss des eingewechselten Sabani aus gut und gerne 45 Metern über den etwas zu weit vorne stehenden Blaser. Und Rüthi – noch immer geschockt vom 1:2-Anschluss – musste eine Minute später durch einen Kopfball von Manser gar den Ausgleich hinnehmen. Das Zuspiel kam von Sabani. Die Appenzeller waren dann näher am Sieg, während die Rüthner mehrmals in die Abseitsfalle tappten. Das Spiel wogte hin und her. Zuerst scheiterte Manser an Blaser. Dann verfehlte Siallagan aus spitzen Winkel. Zur Abwechslung war dann Saiti mal am Scheitern, und im Gegenzug sah Isler einen Freistoss über Blasers Tor fliegen.

Obwohl beide Teams noch Chancen hatten, endete das Spiel 2:2 unentschieden.